Wank, 1774 m

Sehr beliebte und einfache, aber etwas ausgedehnte Skitour für Anfänger und Skitourengeher der gemütlicheren Art. Da die gesamte Route fast ausschließlich über Schattenhänge führt, fällt sie erstaunlich schneesicher aus.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
11 km
1040 m
4.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz der Wankbahn auf der Autostraße in zwei Kehren gegen Osten und unter den Seilbahnkabeln nach Nordosten zum Wasserbehälter (begrenzte Parkmöglichkeiten). Auf der gewalz- ten Esterberg-Abfahrt geht es nun lange in geringer Steigung zur kleinen Daxkapelle (964 m) und ebenfalls moderat in der gleichen Richtung weiter. Unter der Frauenmahd schwenkt die Route nach Osten ab und führt nun im Wald zum Esterbergsattel (1279 m). Aus dem Sattel fällt der Fahrweg ein paar Meter leicht ab. Dort wird die beschilderte Abzweigung in Richtung Wank erreicht. In schütterem Wald (meist gespurt) anfangs gegen Südosten, dann gegen Westen und schließlich relativ steil nach Süden durch lichten Wald hinauf, bis nach einer längeren Hangquerung der Sattel südwestlich des mit einem Kreuz geschmückten Ameisbergs (1749 m) erreicht wird. Von dort auf dem breiten Gipfelrücken nach Süden zur Luftmessstation, den vielen Antennenmasten und dem Wankhaus hinauf. Zwischen all diesen Gipfelaufbauten steht auch noch ein Gipfelkreuz mit einem vergoldeten Christus.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute

Exposition - Westen, Norden und Osten

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied1040 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz bei der Talstation der Wankbahn (740 m) in Partenkirchen
EndpunktParkplatz bei der Talstation der Wankbahn (740 m) in Partenkirchen
TourencharakterDie Zeiten, als der Wank als Seilbahngipfel für engagierte Skitourengeher uninteressant war, sind bis auf weiteres vorbei. Pistenskibetrieb gibt es aus Rentabilitätsgründen dort derzeit nur noch in den Weihnachtsferien. Für den Rest der kalten Jahreszeit, die wir so lieben, gehört der Wank wieder uns Tourengehern, und das ist gut so.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 5 (Wettersteingebirge – Zugspitzgebiet)
VerkehrsanbindungMit der Bahn nach Garmisch-Partenkirchen und zu Fuß oder mit dem Bus zum Ausgangspunkt; mit dem Auto auf der A95 (München – Garmisch-Partenkirchen) bis Eschenlohe, auf der B2 nach Partenkirchen und über die Zufahrtsstraße zur Talstation der Wankbahn bzw. weiter zum Wasserbehälter
GastronomieWankhaus am Gipfel (keine Nächtigung möglich)
Tipps
Weiter, aber gemütlicher. Deutlich weiter, aber weitaus gemütlicher fällt der Anstieg aus, wenn man im Esterbergsattel gegen Südosten weitergeht und nach rechts abdrehend den Kaltwassergraben nach Süden verlässt. Auf der freien Skipiste spurt man in mäßiger Steigung fast bis zum Roßwank hinauf, dreht aber vorher rechts ab, um durch muldiges, ziemlich flaches Gelände zur Bergstation der Wankbahn weiterzugehen. Hinter den Seilbahnbauten schwingt sich der Hang noch einmal kurz etwas steiler auf und dann kommt man am Wankhaus an, von dem es nur ein paar Meter zum höchsten Punkt hinauf sind. Diese Variante ist sehr beliebt und eignet sich auch hervorragend für eine bequeme Abfahrt.
Informationen
Höchster Punkt
Wank, 1774 m
Unterkunft
Wankhaus am Gipfel (keine Nächtigung möglich)
Tourismusbüro
Garmisch-Partenkirchen, Tel.: 08821/1807–00; www.garmisch-partenkirchen.de
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