Wank (1774 m)

Unpräparierte ehemalige Skipiste Grundsätzlich ist die Tour zum Wank leicht, aber etwas lang und deshalb mühsam.
Exposition - Überwiegend Norden / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
11 km
960 m
5.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Beim Wasserbehälter am letzten Parkplatz der Straße, die von der Talstation der Wankbahn nach Osten hinaufführt, zieht man die Felle auf, steigt in die Bindung und folgt dem geräumten Sträßchen nach Norden in lichten Wald. Der geräumte Fahrweg (zugleich Skipiste) zieht sich hin, wird zwischendurch etwas steiler, führt an der Daxkapelle vorbei und dreht in einer längeren Steilstufe nach rechts ab. Bei der Frauenmahd wird er deutlich flacher und führt eben weiter. Dann verläuft er etwas abwärts und man geht anschließend eben nach Südosten Richtung Esterbergalm weiter. Noch vor der Almwirtschaft nach rechts in eine Wiese abzweigen, vor dem Kaltwassergraben (beim alten Schlepplift) rechts abbiegen und in einer weiten, mäßig steilen Lichtung gegen Süden auf der alten Skiabfahrt ansteigen. Unmittelbar vor dem unbedeutenden Roßwank stößt man auf einen breiten Rücken, hält sich rechts und geht an der Bergbahnstation vorbei zum Wankhaus. Von dort sind es nur noch ein paar Meter zum Gipfelkreuz.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

pistenskitour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied960 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGarmisch-Partenkirchen, oberster Parkplatz bei der Wankbahn (805 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterWir Tourenfreunde haben den Wank wiederbekommen! Der Winterbetrieb der Seilbahn wurde im Wesentlichen eingestellt. Nur in den Weihnachtsferien und bei besonders schönem Wetter wird der Lift eingeschaltet. Meistens aber herrscht auf diesem schönen Aussichtsberg wieder Ruhe (und ein reger Skitourenbetrieb).
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 5 (Wettersteingebirge–Zugspitzgebiet)
VerkehrsanbindungBahnverbindung ab München oder Innsbruck; mit dem Auto auf der A 95 bis Eschenlohe und weiter nach GarmischPartenkirchen. Die Auffahrt zur Wankbahn ist beschildert.
GastronomieWankhaus am Gipfel, Esterbergalm
Tipps
Spannende Alternativrouten An der höchsten Stelle des Fahrwegs bei der Frauenmahd zweigt an beschilderter Stelle nach rechts der Sommerweg zum Wank ab. Von dort kann man in schütterem Wald anfangs gegen Südosten, später gegen Westen und schließlich relativ steil nach Süden ansteigen, bis nach einer längeren Hangquerung der Sattel südwestlich des Ameisbergs erreicht ist. Von dort am behäbigen Gipfelrücken nach Süden zur Luftmessstation, den Antennenmasten, dem Gipfelkreuz und dem Wankhaus hinauf. Dieser etwas steilere Anstieg kann bei hoher Schneelage lawinengefährlich sein. Sehr beliebt ist übrigens auch der Aufstieg auf dem Wanderweg von der Daxkapelle über die Ostseite des Berges.
Informationen
Dauer 5 Std. ('3.15 Std. '1.15 Std.)
Tourismusbüro
Garmisch-Partenkirchen, Tel.: +49(0)8821/ 1806; www.garmisch-partenkirchen.de
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