Vennspitze, 2390 m

Sehr beliebte, unschwierige und weitgehend hindernislose Genussskitour.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
820 m
3.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Normalerweise geht man von der Straße gleich über dem Gasthof Steckholzer los und am Sommerweg durch lichten Wald. Möglich wäre es aber auch, direkt vom Padauner Sattel über eine freie Wiese anzusteigen. Bei einem Forstweg vereinen sich die beiden Aufstiegsvarianten und verlaufen in schütterem Lärchenwald nach Südosten zu einem Bachgraben und dann beschaulich über freie Wiesenhänge bergwärts. Unter dem Padauner Berg dreht die Route ein wenig nach Süden ab und führt auf einen moderaten Gratrücken zu. Von dort zeigt sich recht schön der steile Gipfelhang und man sieht sogar schon ein wenig das Gipfelkreuz hervorspitzen. Viele Genussskifahrer hören dort schon auf, denn sie wollen sich den etwas anspruchsvolleren Anstieg zum Gipfel sparen. Dabei ist dieser gar nicht so aufregend, wie er von unten aussehen mag. Man geht entweder zu Fuß den Grat entlang oder über den steilen Gipfelhang in vielen Spitzkehren mit Ski zum Kreuz hinauf.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute

Exposition - Nordwesten

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied820 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSt. Jodok am Brenner (Eingang ins Schmirntal), 1129 m. Gasthof Steckholzer am Padauner Sattel, 1570 m
TourencharakterDie größte Schwierigkeit auf dieser grundsätzlich leichten Tour könnte die Anreise werden. Wenn es nämlich kräftig geschneit hat, kommt man auf der steilen, engen Bergstraße zum Padauner Sattel um Schneeketten kaum herum. Gemütlicher fällt die Anfahrt im Frühling aus und auch dann ist die Vennspitze noch ein lohnendes Ziel. Der Ausgangspunkt für die kleine Tour liegt ja schon fast auf 1600 Meter und der Anstieg selbst verläuft über nordwestseitige Hänge, die bis ins späte Frühjahr schneesicher sind. Zur Freude von Schönwetter-Skitouristen entpuppt sich der frei stehende Gipfel als großartige Aussichtswarte, in der die Schau zum benachbarten Olperer mit seinen Trabanten für ein großartiges Panorama sorgt. Die Tour ist bis fast zum Gipfel hinauf recht leicht. Nur der Gipfelhang fällt etwas steil aus, und bei verharschtem Schnee ist er unbequem zu begehen. Nach kräftigem Schneefall kann er auch lawinengefährdet sein.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass-Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 36 (Innsbruck – Brenner)
VerkehrsanbindungBis St. Jodok am Brenner durch das Wipptal hinauf und rechts haltend ins Valser Tal. Rechts abzweigen und auf schmaler, anfangs kurvenreicher Bergstraße Richtung Padauner Sattel bis zum Steckholzer. Im Winter Schneeketten mitnehmen! Nächste Bahnstation ist Steinach am Brenner.
Gastronomieim Gasthof Steckholzer am Ausgangspunkt
Tipps
Rassige Abfahrtsvariante. Bei sehr sicheren Verhältnissen könnte man vom Gipfel ein Stück am Grat Richtung Roßgrubenkofel nach Osten dahinrutschen und scharf nach links (gegen Norden) abbiegend in die weite, schattige Mulde ungefähr 250 Höhenmeter abfahren. Diese Alternativabfahrt führt um den Geierschnabel links herum und in die Hänge unter der Vennspitze hinein. Recht verwegen wäre die weitere Alternative zur Sillalm und von dort auf Fahrwegen zur obersten Kehre der Zufahrtsstraße zwischen dem Valser Tal und dem Padauner Sattel, die weitab vom Ausgangspunkt erreicht wird.
Höchster Punkt
Vennspitze, 2390 m
Unterkunft
im Gasthof Steckholzer am Ausgangspunkt
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