Vennspitze, 2390 m

Sehr beliebte, kleine Skitour für Einsteiger und Genießer. Hoher Ausgangspunkt und schattseitige Lage garantieren sichere Schneelage.
Exposition: Nordwest / Lawinengefahr: weitgehend gering, am Gipfelhang aber bisweilen größeres Risiko (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
7 km
800 m
2.00 h
Aufstieg.
Vom Parkplatz oberhalb des Gasthauses Steckholzer auf dem Sommerweg in schütterem Wald gegen Südosten hinauf oder gleich direkt vom Padauner Sattel über freie Wiesenhänge bergwärts. Die beiden Varianten vereinen sich bei einem Forststräßchen und steigen durch lichten Lärchenwald nach Südosten zu einem Bachgraben an. Anschließend werden die schwach geneigten Hänge der Padauner Alm gequert. Die Spur steigt nun neben dem Padauner Bach auf der linken Seite einer breiten Waldlichtung an. Weiter oben schwingt sich der Hang spürbar auf, die Route holt in einem Linksbogen aus und steigt im Buschwerk gegen Osten an. Nun geht es zu einem schwach ausgeprägten Rücken hinauf, ein Stück auf ihm dahin und über einen Bachgraben. Von ihm aus erreichen wir wieder einen flachen Höhenzug, dem wir gegen Südosten folgen. Er verliert sich im muldigen Gelände, und wir gehen – nun wieder durch eine Mulde – zum Westgrat der Vennspitze. An der Grathöhe schwenkt die Aufstiegsspur links ab und steigt bis zum Gipfelkreuz gegen Osten an. Vorsicht am Stacheldrahtzaun!
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied800 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortSt. Jodok am Eingang ins Schmirntal (1129 m)
AusgangspunktPadauner Sattel (1591 m)
TourencharakterFreier Gipfel mit eindrucksvollen Ausblicken in die Zillertaler Alpen, vornehmlich zum Olperer mit seinen Trabanten.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippAV-Karte 1 - 50000, Nr. 31/3, Bren-nerberge; Kompass-Wanderkarte 1:50000, Blatt 36, Innsbruck-Brenner; Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 241, Innsbruck-Stubai-Sellrain-Brenner
VerkehrsanbindungAuto - Aus dem Wipptal (Brenner-straße) bei St. Jodok in das Valser Tal und dann rechts auf guter, asphaltierter Straße zum Padauner Sattel hinauf. ÖV: Von Innsbruck bzw. dem Bahnhof Steinach am Brenner fährt ein Bus ins Valser Tal, aber nur bis zur Abzweigung der Padauner Straße (nicht zum Padauner Sattel!)
GastronomieGasthaus Steckholzer am Ausgangspunkt
Tipps
Es gibt eine Abfahrtsvariante für Spezialisten, die mit dem Gelände vertraut sind. Sie verläuft über die rassigen Nordhänge der Vennspitze, dreht nach links zum Geißschnabel ab und erreicht die Aufstiegsroute. Wegen des großen Lawinenrisikos darf diese Variante nur bei optimalen Bedingungen befahren werden.
Höchster Punkt
Vennspitze, 2390 m
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