Taubensteinsattel (1592 m)

Ausschließlich Piste. Einfache Tour auf wenig befahrener Skipiste. Der erste Abschnitt der Tour ist steil. Was bei gutem Pulverschnee kein Problem ist, kann bei abgefahrener, vereister Piste ernst werden. Dann braucht man auf dieser Etappe Harscheisen.
Exposition: Westen / Lawinengefahr: Keine (Autor: Siegfried Garnweidner)
2 km
500 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom gebührenpflichtigen Parkplatz neben der Talstation der Taubensteinbahn nach Osten zur Piste hinüber und nach kurzer »Warmlaufphase« ziemlich steil auf der Abfahrt hinauf. Nach einer Linkskehre flacht der Hang deutlich ab, und nach einem etwas engeren Abschnitt schwenkt man wieder rechts, um gegen Osten mäßig steil anzusteigen. Auf der Skipiste bleibend weiter oben sich etwas rechts halten und in ein längeres, sehr flaches Teilstück hinein. Am kurzen (kostenlosen) Lift vorbei und im Lochgraben nördlich der Schwarzenkopfhütte einen Fahrweg queren. Über ihm wieder etwas steiler weiter und bei Pistenbetrieb ein wenig nach links ausweichen, damit man den Skifahrern nicht in die Quere kommt. In der gleichen Richtung nun immer weiter, bis in den Taubensteinsattel hinein. Der 1692 Meter hohe Taubenstein eignet sich im Winter nicht für eine Besteigung. Allerdings lohnt sich aus dem Sattel ein kurzer Ausflug von etwa 10 Minuten zum nahezu ganzjährig bewirtschafteten Taubensteinhaus hinüber, wo es sich gut einkehren lässt.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute. Um einem längeren, aber flachen Gegenanstieg zu entkommen, nimmt man den kurzen Zwischenlift (was heftig in die Arme gehen kann). Wenn dieser nicht in Betrieb ist, muss man ein wenig schieben.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied500 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSpitzingsee, Talstation der Taubensteinbahn (1110 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterNette Eingehtour auf der Piste. Interessant und sehr beliebt, wenn im späten Herbst der Lift noch nicht und im Frühling nicht mehr in Betrieb ist. Auf der Route sind oft mehr Tourengeher als Liftbenützer unterwegs. Teil der beliebten Rotwandreibe.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee–Schliersee–Wendelstein)
VerkehrsanbindungBahnverbindung bis Fischhausen-Neuhaus, Bus zum Ausgangspunkt; mit dem Auto über Schliersee und Spitzingseestraße zum Ausgangspunkt
GastronomieTaubensteinhaus
Tipps
Weitere Ziele. Die Tour zum Taubensteinsattel lässt sich durch etliche weitere Ziele wie Benzingspitz (1735 m; siehe Tipp Tour 26), Jägerkamp (1746 m; siehe Tipp Tour 26), Tanzeck (1703 m; siehe Tour 26), Rauhkopf (1692 m; siehe Tour 26), Hochmiesing (1883 m) und Rotwand (1884 m) ausbauen, von denen die beiden letzten Ziele jedoch mittelschwer bis schwierig zu erreichen sind.
Informationen
Dauer 2.30 Std. ('2 Std. '0.30 Std.)
Unterkunft
Taubensteinhaus
Tourismusbüro
Schliersee, Neuhaus/Spitzingsee, Tel.: +49(0)8026/60650; www.schliersee.de
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