Spitzstein (1598 m)

Bergwege und unerschlossenes Berggelände, teilweise Wald. Schöne, beliebte Vorgebirgstour, die ein paar Engstellen im Wald im Programm führt.
Exposition: Süden / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
14 km
860 m
3.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Am Parkplatz beginnt der Sommerweg zum Spitzsteinhaus. Diesem breiten Fahrweg folgt man ein Stück, geht in der ersten Straßenkehre geradeaus weiter und in einen Bachgraben. Unter Mitterleiten kommt man in freie Hänge und geht nach Norden weiter. Über einem Waldgürtel nach links schwenken und bald darauf in dichten Wald hinein. Dort wird es bei geringer Schneelage etwas ungemütlich, denn der Weg ist sehr steinig. Kurz vor der Steinmoosalm kommt man wieder auf weite, freie Hänge, und schon bald sieht man zum Spitzsteinhaus hinauf. Die Aufstiegsspur führt am Unterkunftshaus vorbei und immer gegen Norden über freie Hänge, nur gelegentlich durch lichten Wald, zum Schluss etwas steil durch die Latschen bis zum höchsten Punkt.
Abfahrt.
Vom Gipfel aus geradewegs der Aufstiegsspur entlang bis zum Spitzsteinhaus und weiter über herrliche Wedelhänge etwas nach rechts zur Goglalm. Dort nach links weiter. Auf der westlichen Seite des Baches finden sich großartige Wiesenhänge, über die man nach Stein gelangt.
Zweimal ist die Fahrstraße zu queren, und dann erreicht man am unteren linken Rand der langen Lichtung einen schmalen Walddurchlass. Dort steil und steinig zum Bach hinab. Auf der anderen Bachseite schiebt man die Ski an dem Hang entlang bis zum Aufstiegsweg, den man jedoch hinter einer kleinen Baumgruppe wieder verlässt. Nochmals finden sich pfundige Wedelhänge, bis man neben dem Bach auf einem schmalen Weg die Tour zum Parkplatz hinaus auslaufen lässt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied860 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSachrang, Parkplatz (750 m) am südwestlichen Ortsrand unmittelbar vor der Brücke
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterRuhe kann man am Spitzstein kaum finden. Zu beliebt ist dieser nette Voralpengipfel, der nicht nur mit einer großartigen Rundumschau, sondern auch mit einem gemütlichen Wirtshaus, dem Spitzsteinhaus, lockt. Tourengeher kommen an schönen Tagen in Scharen, und auch Schneeschuhgeher reihen sich in letzter Zeit immer häufiger in die Gipfelkarawane ein.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 10 (Chiemsee–Simssee)
VerkehrsanbindungZugverbindung bis Bernau, Bus über Aschau nach Sachrang; mit dem Auto von der A 8 (Ausfahrt Frasdorf oder Bernau) über Hohenaschau zum Ausgangspunkt
GastronomieSpitzsteinhaus
Tipps
Aufstieg über die Mesneralm. Eine selten durchgeführte Aufstiegsalternative beginnt bei der Kirche in Sachrang. Von ihr die Fahrstraße nach Mitterleiten abschneiden und über einen Hang geradewegs nach Norden hinauf, beim Wasserbehälter die Straße queren und gegen Norden im Wesentlichen den Sommerweg entlang durch Waldlichtungen weiter. Bei der Fahrwegabzweigung zur Obermoosalm rechts halten, in der langen Lichtung bleiben und an ihrem Ende links zum markierten Sommerweg hinauf. Er dreht im Wald links ab und führt gegen Westen weiter, knickt im dichten Gehölz wieder rechts ab und stößt in einer Waldlichtung zur Mesneralm (1197 m). Gegen Nordwesten (also schräg links) wieder in den Wald hinein und den Sommerwegmarkierungen folgend gegen Westen zu den Lichtungen bei der Aueralm. Vor einer Hangkante stößt man in freiem Gelände zur oben geschilderten Aufstiegsroute, der man zum Gipfel folgt.
Informationen
Dauer 3.15 Std. ('2.30 Std. '0.45 Std.)
Unterkunft
Spitzsteinhaus
Tourismusbüro
Sachrang, Tel.: +49(0)8057/378; www.sachrang.de
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