Sonntagshorn, 1961 m

Einfache, beliebte Skitour in unschwierigem, übersichtlichem Gelände. Trotz der südwestseitigen Lage erstaunlich schneesicher. In guten Wintern oft schon vor Weihnachten möglich.
Exposition: Südwest / Lawinengefahr: gering (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
10 km
970 m
2.00 h
Aufstieg.
Vom Gasthaus Heutalbauer folgen wir zuerst einmal der gesperrten Straße der Almgenossenschaft neben dem Lahnerbach. Schon in der scharfen Linkskehre des Fahrwegs verlassen wir die Straße und folgen dem markierten Sommerweg bergauf. Bald erreichen wir eine Wegabzweigung. Dort kann man rechts abbiegen und auf markierten Wegen, weiter oben einer Forststraße, zur Hochalm aufsteigen. Schöner – aber nur bei satter Schneelage empfehlenswert – ist der Aufstieg bei der Abzweigung geradeaus durch Waldgelände, bis man auf der Höhe von rund 1250 m aus dem Wald heraus und in schöne, freie Almhänge kommt. Der folgende Anstiegs-abschnitt führt an der malerisch gelegenen Hochalm vorbei und in den schwach ausgeprägten Sattel zwischen Peitingköpfl und Sonntagshorn. Dort biegt man links ab und steigt etwas steiler durch Latschenbuschwerk, zum Schluss über freie Hänge am Südhang bis zum Kreuz am höchsten Punkt.
Abfahrt.
Im Wesentlichen der Aufstiegsroute folgend. Wer nach der Tour seine Zeit nicht mit dem Ausbessern des Skibelages vertrödeln will, sollte bei geringer Schneelage von der Hochalm auf der Straße ab-fahren.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied970 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortUnken (563 m)
AusgangspunktJausenstation Heutalbauer (968 m)
TourencharakterWer von der Nordseite zum Sonntagshorn hinaufschaut, dem höchsten Berg der Chiemgauer Alpen, wird bei diesem Berg kaum einen Gedanken an eine Skitour verschwenden. Wild streben dort Felsen in den Himmel und verbieten jeden Versuch, mit Ski hinaufzusteigen. Trotzdem, das Sonntagshorn ist ein schöner und beliebter Skigipfel. Es hat halt, wie viele Berge, zwei grundverschiedene Gesichter. Auf seiner Südseite gibt sich der Grenzberg zwischen Bayern und Salzburg nämlich recht moderat und fordert zu einer Skitour geradezu auf. Der untere Teil der Tour führt zwar – für manchen etwas ungemütlich – durch Wald, doch traumhaft schöne, freie Hänge entschädigen weiter oben auch den anspruchsvollen Salon-Tourengeher.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippBayer. Landesvermessungsamt 1 - 50000, Blatt Berchtesgadener Alpen; Kompass-Wanderkarte 1:50000, Blatt 14, Berchtesgadener Land-Chiemgauer Alpen; Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 101, Lofer-Leogang-Steinberge
VerkehrsanbindungAuto - Von Bad Reichenhall oder Inzell über den Steinpass nach Unken, dann durch das Heutal bis zum Heutalbauer. Bei Schneelage u.U. Schneeketten erforderlich
GastronomieGaststätten im Heutal
Tipps
Die Tour eignet sich auch für sportliche Kinder (ab 13 Jahre). Ein Abstecher zum Peitingköpfl (1720 m) ist ohne Probleme möglich. Die Loipe im Heutal ist bis weit ins Frühjahr gespurt.
Höchster Punkt
Sonntagshorn, 1961 m
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