Setzberg (1706 m)

Lange Fahrwege und einfaches, unerschlossenes Berggelände. Leichte Vorgebirgs-Skitour, die ab der Rottachalm durch eine ansprechende Almlandschaft führt. Die Hangquerung über der Portnersalm ist nach Schneefällen von Lawinen bedroht. Ansonsten dürfte es keine Schwierigkeiten geben.
Exposition: Osten und Norden / Lawinengefahr: Mittel (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
760 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz bei der Hufnagelstube auf einer Forststraße kurz nach Süden hinauf. Bei der Verzweigung rechts abbiegen und gering ansteigend nach Westen auf einem Fahrweg weiter. Bei der nächsten Verzweigung wieder rechts weiter, an der Hütte des Rodelclubs Rottach-Egern vorbei und neben dem Schiffbach fast eben in der gleichen Richtung weiter, bis sich die Straße kurz vor der Rottachalm verzweigt. Dort geradeaus an der Alm vorbei und im Wesentlichen dem Verlauf des Fahrwegs folgen. Er steigt gering gegen Westen an, schwingt sich deutlich auf, bevor er nach Norden abdreht. Bis zur Portnersalm kann man über freie Wiesenhänge abkürzen. Nun auf dem Fahrweg in weitem Linksbogen steile, lawinengefährdete Osthänge querend zu einer Hangkante hinauf. Anschließend geradeaus in flachem Gelände nach Westen zum Wallberghaus. Der Gipfelanstieg wird zwar wieder steiler, doch bleibt er einfach. Man braucht nur über den breiten Nordhang des Setzbergs bis zum höchsten Punkt hinaufzuspuren. Dabei sucht man sich den Routenverlauf im weiten, freien Gelände so aus, wie es einem am besten gefällt.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied760 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHufnagelstube (950 m) bei der »Müllsammelstelle Sutten-West« etwas unterhalb der Monialm
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterAm Wallberg ist der Skibetrieb mittlerweile eingestellt, weil sich das Präparieren der Piste wegen ein paar Brettelrutschern nicht mehr lohnt. Es kommen Schlittenfahrer, die mit der Bahn zum Wallberghotel hinaufgondeln und die steile Rodelbahn hinunterrasen, und Spaziergänger sieht man auch im Winter dort oben. Als Tourengipfel eignet sich der Wallberg nur sehr bedingt.
Meistens hat es auf dem steilen, südseitigen Gipfelhang zu wenig Schnee für unseren schönen Sport, und der Gipfel selber ist so felsig, dass mit Ski ohnehin nichts geht. Am benachbarten Setzberg schaut das ein wenig anders aus. Es gibt zwar dort noch einen Skilift, der hin und wieder in Betrieb ist. Aber er steht der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung, denn er ist nur für die Mitglieder des örtlichen Skiklubs reserviert. Also gehen wir auf den Setzberg hinauf, wo man vom Gipfel weg pfundig bis ins Tal abfahren kann.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee–Schliersee–Wendelstein)
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Bahnhof Tegernsee; mit dem Auto von Rottach-Egern nach Enterrottach und auf schmaler, steiler und mautpflichtiger Straße zum Ausgangspunkt
GastronomieWallberghaus, 1500 m (ganzjährig bewirtschaftet, jedoch von Mitte November bis Anfang Dezember geschlossen, Montag Ruhetag,11:00 - 16:30 Uhr warme Küche, 53 Betten (davon 46 Lagerplätze und 7 Betten im Zimmer), Übernachtung für Gruppen ab 15 Personen. Tel. 08022/6288, Homepage: www.wallberghaus.de).
Tipps
Zum Wallberg. Kann jemand der Versuchung nicht widerstehen, auch den Wallberg zu besuchen, stehen dem Vorhaben keine besonderen Schwierigkeiten entgegen. Man folgt vom Wallberghaus einfach dem breiten Rücken nach Norden über die Wallbergkapelle zur Seilbahnstation neben dem Wallberghotel. Dann geht es etwas hinab zum kleinen Bergwachtstützpunkt am oberen Rand des Mittertaler Grabens. Von dort nach links in den Wald hinein. Nach dem kurzen, etwas engen Walddurchschlupf auf freiem Hang zum Startplatz der Gleitschirmflieger und weiter zur Hintermaueralm. Nach Norden an einen steilen, felsigen Aufschwung heran, wo man die Ski deponiert. Zu Fuß über den Steilhang hinauf, zum Drachenfliegerstartplatz weiter und über den breiten Gipfelgrat nach rechts zum Gipfelfelsen. Diesen auf der linken Seite überlisten, um anschließend steil zum Kreuz aufzusteigen. Die Abfahrt vom Wallberghotel durch den Mittertaler Graben ist nur etwas für versierte Skibergsteiger bei sehr sicheren Verhältnissen. Sie führt sehr steil in den freien Lawinengraben hinein, verengt sich im Wald immer mehr und erreicht an der Rottach, weit ab vom Ausgangspunkt, die Mautstraße.
Informationen
Dauer 2.45 Std. ('2 Std. '0.45 Std.)
Unterkunft
Wallberghaus, 1512 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet, Mitte November bis Anfang Dezember Betriebsruhe, Montag Ruhetag,11:00 - 16:30 Uhr warme Küche, 53 Betten (davon 46 Lagerplätze und 7 Betten im Zimmer), Übernachtung für Gruppen ab 15 Personen. Tel. 08022/6288, Homepage: www.wallberghaus.de
Tourismusbüro
Rottach-Egern, Tel.: +49(0)8022/6713-41; www.rottach-egern.de
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