Schweinsberg, 1511 m

Gemütliche Voralpenskitour mit einem kurzen, rassigen Gipfelanstieg. Tolle Rundblicke sind bei schönem Wetter garantiert. Wer sich nach der Tour noch ein wenig Zeit nimmt, bevor er ins Wirtshaus geht, sollte zur Besinnung zur Wallfahrtskapelle von Birkenstein gehen. Sie ist den Besuch auf alle Fälle wert.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
660 m
3.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz ein paar Meter den Markierungstafeln folgend in den Wald hinein. Auf engem Fahrweg in weit ausholenden Kehren durch den Wald zur Kesselalm hinauf. Bei ausreichender Schneelage wird dieser Fahrweg als eisige Rodelbahn hergerichtet, was Aufstieg und Abfahrt nicht erleichtert. Über der Kesselalm steigt man zu einem deutlichen, etwas steilen Rücken im Wiesengelände und dann nach rechts zur Fahrstraße hinauf. Oder man holt weit aus und geht zum Fahrweg hinüber, dem man zur Kothalm folgt. Dort endet die Straße. Direkt beim Almgebäude links abdrehen und zu einem freien Rücken hinauf. Auch dort links abbiegen und zum Wald hinüber. Dem Sommerwegverlauf folgend durch steinigen Wald in einen breiten Sattel. Beim Weidezaun in diesem Sattel nach links und in felsigen Wald hinein. Links des Grats beschwerlich und steil zwischen Bäumen zum Gipfelgrat, dem man nach links zum Kreuz folgt.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute. Ausgesprochen lohnend ist ein Abstecher zur Aiblinger Hütte. Dazu schwingt man aus dem Sattel unter dem Gipfelgrat nach links ab und fährt durch eine schöne Mulde (in meist traumhaftem Pulverschnee) zur Hütte hinunter. Von dort steigt man wieder in den Sattel auf (etwa 15 Minuten). Dies kann man so oft wiederholen, bis die Kraft in den Waden ausgeht. Anschließend folgt man der Aufstiegsroute ins Tal. Auf der glatten und schmalen Rodelbahn auf Schlittenfahrer und Wanderer Acht geben! Keinesfalls darf man mit Ski auf dem Wanderweg von der Aiblinger Hütte in den Sattel zwischen Schweinsberg und Breitenstein aufsteigen. Dort besteht unter steilen Schrofenhängen extreme Lawinengefahr!

kindgerecht
Exposition - überwiegend Westen

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied660 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBirkenstein (853 m)
EndpunktBirkenstein (853 m)
TourencharakterDer Paradeskiberg von Fischbachau ist der Breitenstein. Er wird im Winter über die Kesselalm zu Fuß und vom Winklstüberl über die Bucheralm mit Ski bestiegen. Das ist kein Geheimtipp mehr. Skitouristen, Wanderer und Schneeschuhgeher geben sich dort ein fröhliches Stelldichein. Dass es gleich daneben einen lohnenden Skiberg gibt, der kaum Besuch bekommt, hat sich nur unter einer Hand voll Individualisten herumgesprochen. Dieses verschwiegene Ziel heißt Schweinsberg, und dort kann man sich – sofern man Gegenanstiege in Kauf nimmt – richtig austoben.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee – Schliersee – Wendelstein)
VerkehrsanbindungOberlandbahn bis Fischbachau, dann Busverbindung; mit dem Auto von Miesbach durch das Leitzachtal oder von Schliersee über Aurach zum Ausgangspunkt
GastronomieKesselalm
Tipps
Kindereignung. Diese Tour eignet sich sehr gut für Kinder ab etwa 11 Jahren.
Informationen
Höchster Punkt
Schweinsberg, 1511 m
Unterkunft
Kesselalm
Tourismusbüro
Fischbachau, Tel.: 08028/876; www.fischbachau.de
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