Schreckenkopf (1316 m)

Übersichtliches, unerschlossenes, freies Berggelände. Kurze, sehr einfache Skitour ohne Schwierigkeiten. Hohe Schneelage ist wünschenswert, da auf den weiten Rücken der Schnee oft abgeblasen ist.
Exposition: Westen / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
4 km
340 m
1.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz nur ein paar Minuten die Ski über einen Fahrweg östlich des Arzbachs in Richtung Arzmoosalm schieben. Entweder vor dem Bachgraben rechts abdrehen und auf freien Hängen über eine bisweilen abgeblasene Rippe nach Osten hinauf, bis der Schreckenkopf erreicht ist. Besserer Schnee und geringere Steilheit erwartet jedoch den, der erst unmittelbar hinter dem Bachgraben rechts abbiegt. Der Wiesenhang steigt moderat an, gewährt eindrucksvolle Ausblicke auf den Wendelstein und seine Trabanten und stößt in den breiten Sattel zwischen Dümpfel und Schreckenkopf. Von dort nach rechts, also gegen Südosten in lichten Wald hinein und zum Gipfelrücken, über den man die letzten Meter nach links zum höchsten Punkt ansteigt.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied340 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSudelfeld-Bergstraße, Parkplatz (1000 m) südlich der scharfen Kehre und der Brücke über den Arzbach
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterGenau genommen sind die beiden Nachbarn Dümpfel und Schreckenkopf nur sehr unbedeutende Erhebungen in der Nähe des Sudelfelds. Doch gewähren auch sie herrliche Ausblicke in das Mangfallgebirge und zum Wilden Kaiser. Nicht einmal zwei Stunden muss man für Aufstieg und Abfahrt veranschlagen und verirren kann man sich auch nicht. Diese Mugel sind also genau das richtige Ziel für eine Halbtagesskitour bei schlechtem Wetter oder für Tourenanfänger, die den Spaß erst einmal ausprobieren wollen. Der Dümpfel wartet auf seiner Nordseite mit einer steilen Waldflanke auf, die nicht jeder meistern will. Deshalb steigt man normalerweise zum Schreckenkopf auf, der nur ein paar Meter niedriger ist.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee–Schliersee–Wendelstein)
VerkehrsanbindungMit dem Auto über Miesbach, Bayrischzell und Sudelfeld oder von Brannenburg über die Tatzelwurmstraße zum Ausgangspunkt
Tipps
Zum Nachbarn Dümpfel (1354 m) Skifahrerisch lohnt sich der Dümpfel nicht besonders. Wer trotzdem hinauf will, muss im Sattel links abbiegen und im steilen Waldhang einen Durchschlupf bis zum bewaldeten Gipfel suchen.
Tourismusbüro
Brannenburg, Tel.: +49(0)8034/4515; www.brannenburg.de
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