Schnappen (1546 m)

Fahrweg und übersichtliches, unerschlossenes Tourengelände Leichte Einsteigertour mit etlichen Variationsmöglichkeiten bei Aufstieg und Abfahrt.
Exposition: Westen und Süden / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
12 km
870 m
3.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Wiesenhof auf schmaler Fahrstraße zuerst im Wald, dann auf freien Hängen in vielen Kehren gering ansteigend zur Wiesenalm hinauf. Von dort gegen Südosten, zwischendurch relativ flach weiter und an der Stubenalm nördlich vorbei. Hinter dem Zaun scharf nach links abbiegen, die Straße verlassen und der Sommerwegmarkierung durch muldiges Wiesengelände nach Nordosten folgen. In weitem Bogen über einem Graben nach links, durch ein Gatter und in lichtem Wald nach Norden zur Unteren Schnappenalm. Von dort sieht man schon die Kuppe des Gipfels. Gegen Norden geradewegs auf ihn zu und zum höchsten Punkt hinauf.
Abfahrt.
Im Wesentlichen entlang der Aufstiegsroute. Oder an der Unteren Schnappenalm rechts vorbeifahren und dem, bei hoher Schneelage etwas schwer erkennbaren, Straßenverlauf folgend um eine Geländekante herum und auf steilen Wiesenhängen geradewegs zur Stubenalm hinab. Auch dort folgt man nicht der Aufstiegsroute, sondern schwingt über flache Wiesen in traumhaft schönes Wedelgelände hinein, das zur Einwallalm hinabführt. Hinter dem Almgebäude scharf rechts abbiegen, über den Stacheldrahtzaun und steil zum Bachlauf hinab, bis man etwas nach Norden wieder die Almerschließungsstraße erreicht. Auf ihr zum Ausgangspunkt hinaus.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied870 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWiesen im Kohlental (680 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterIm herrlichen Wald- und Wiesengelände am Schnappen kann man sich richtig Appetit auf den Tourenskilauf holen. Die landschaftlich sehr ansprechende Berggegend mit ihrem großartigen Blick ins benachbarte Kaisergebirge wird richtig Lust an diesem schönen Sport aufkommen lassen, und wer das Glück hat, auf den sonnenseitigen Skihängen guten Schnee vorzufinden, kann sich kaum etwas Schöneres wünschen.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 9 (Kaisergebirge)
VerkehrsanbindungBusverbindung von Kufstein oder St. Johann nach Schwendt; mit dem Auto von Kufstein über Ellmau und Schwendt oder von St. Johann über Schwendt zum Ausgangspunkt
GastronomieGasthäuser im Tal
Tipps
Einfachere Route für »Bequemlinge«. Bei geringer Schneelage oder lawinenbedrohlicher Situation biegt man in der Nähe der Stubenalm beim Aufstieg nicht nach links zum Sommerweg ab, sondern folgt dem Fahrweg nach Osten. In der Nähe des Kotierungspunktes 1190 m kann man eine weite Straßenschlaufe nach links abkürzen und erreicht weiter oben die kürzere Anstiegsroute, die oben beschrieben ist. Wer sich den unbequemen und skifahrerisch wenig lohnenden Gipfelanstieg mit einigen Gegenanstiegen sparen möchte, hört oberhalb der Oberen Schnappenalm am Punkt 1502 Meter auf und fährt auf der Aufstiegsroute zum Ausgangspunkt zurück.
Informationen
Dauer 3.30 Std. ('2.30 Std. '1 Std.)
Unterkunft
Gasthäuser und Pensionen in Schwendt
Tourismusbüro
Schwendt, Tel.: +43(0)5375/6816; www.tiscover.at/schwendt
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