Schatzberg, 1898 m

Sofern man das unterste Waldstück auf dem Fahrweg umgeht, kann man diesen Berg problemlos besteigen, auch bei schlechter Sicht. Bei guter Sicht gewinnt man einen schönen Eindruck vom Alpbachtal und weiteren, aber anspruchsvolleren Tourenmöglichkeiten.
Exposition: West / Lawinengefahr: gering (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
6 km
950 m
2.00 h
Aufstieg.
Südwärts kurz durch die Ortschaft (Schild Schatzberg ignorieren), am Ende links der Straße eine Rampe hinauf und aufwärts in die rechte obere Ecke der folgenden Almfläche zu einem Fahrweg queren. Auf diesem nach einer Serpentine zum Westrücken des Schatzbergs und anfangs über diesen, nach Kreuzung des Fahrwegs etwas links davon über eine parallele Schneise mit Jungfichten aufwärts, die man bis zu einem Stopp-Schild verfolgt. Rechts (südwärts) kurz steil hinauf, über den abgekürzten Fahrweg und durch ein kurzes Waldstück zum Beginn der freien Wurmeggalm. Geradeaus weiter, unter einer Steilstufe links queren und gerade hinauf zur Almhütte (ca.1660 m). Am Nordwestrücken entlang weiter, ab einer linksseitigen Senke auf dessen rechter (Alpbachtaler) Seite zwischen zunehmend niedrigen und buschigen Bäumlein aufwärts und neben dem (fast) freien Kamm zum Gipfelkreuz des Schatzbergs.
Variante.
Südlich befindet sich die Bergstation eines von der Wild-schönau heraufkommenden Lifts am Hahnkopf (1902 m), über den man am Kamm mit einigem Auf und Ab bis zum breiten Rücken der Joelspitze (alias Feldzint, 1968 m) mit ihrem markanten Steinmal gelangen kann (zusätzlich 3/4 Std.).
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied950 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAlpbach (974 m). Geräumte Parkbuchten am Ortseingang (innerorts nur für Gäste; 1125 m)
TourencharakterIm Alpbachtal haben die Einheimischen konsequent versucht, die Balance zwischen Massentourismus und gewachsener Dorfstruktur zu wahren. Während auf der westlichen Talseite täglich Tausende von Skifahrern durch die Liftschranken am Wiedersberger Horn geschleust werden, sieht der Ort Alpbach auf der Ostseite trotz seines höchst modernen Konferenzzentrums noch immer dörflich aus. Die ältesten Bauernhöfe und Almen finden sich allerdings am Ende des Tals in Inneralpbach. Zum Schatzberg ansteigend, gewinnt man mit jedem Höhenmeter einen besseren Blick über die mit Bauernhäusern gesprenkelten Talflanken. Zwischen zu Kegeln verschneiten Jungfichten geht es auf dem Rücken weiter über die hübsche Wurmeggalm zu einem weitständigen Niederwald aus struppigen, windgepeitschten Fichten. Am Gipfel wundern sich aus der Wildschönau heraufgekarrte Skifahrer, was der plötzlich aus dem Nichts Erschienene wohl treibt. Nach Norden zu kann man sich dafür sattsehen an den Felsmauern vom Karwendel und dem Rofan über den Wilden Kaiser bis zu den Loferer und Leoganger Steinbergen.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass-Wanderkarte (mit Skirouten) 1 - 50000, Blatt 28, Achensee-Rofan-Zillertal
VerkehrsanbindungAuf der Inntalautobahn bis Ausfahrt Kramsach, über den Inn nach Brixlegg und kurz hinter den Montan-werken links nach Alpbach. Vom Dorfplatz rechts auf dem oberen Sträßchen durch einige Weiler bis Feilmoos hinter der Biegung des Nordwestrückens (evtl. Schneeketten!); ca. 2 km ÖV - Mit der Bahn auf der Inntalstrecke bis Brixlegg, mit dem Bus bis Alpbach und zu Fuß nach Feilmoos
Gastronomiekeine
Informationen
Variante (bei guter Schneelage). Unten können routinierte Skifahrer statt den Fahrweg zu nehmen diesen kreuzen und leicht links haltend durch den hier einigermaßen fahrbaren Wald hinab nach Feilmoos abkürzen.
Höchster Punkt
Schatzberg, 1898 m
Unterkunft
keine
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