Schaflegerkogel, 2405 m

Die Eingehtour lohnt sich am ehesten als Teil eines Mehrtages- oder Wochenendausflugs. Nachdem der Waldgürtel überwunden ist, geht es quer über eine weite Bergflanke mit eingelagerter Terrasse zum Gipfelkamm. Der Zustieg zur Hütte beträgt 370 Hm.
Exposition: West / Lawinengefahr: gering bis mäßig (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
17 km
950 m
3.00 h
Zustieg.
An der Westseite des Fotscher Bachs auf dem Rodelweg talauf bis zu einem Flachstück (ca. 1450 m) und einer Verzweigung mit Schildern. Links über eine Brücke hinauf zum Bergheim Fotsch (1464 m).
Aufstieg.
Den Fahrweg zum Bergheim Fotsch Richtung Potsdamer Hütte weitergehen, um eine Haarnadelkurve nach Süden schwenken und zum Beginn des Sommerwegs (ca. 1500 m, Schild Schafleger).
Nun zwei Möglichkeiten:
A) (teils eng, relativ steil und viele Serpentinen) Dem steilen Sommerweg folgend kurz links gerade aufwärts, ab Skihütte Südquerung, links in Serpentinen teils über Lichtungen und Schneisen ostwärts hinauf (Kreuzung eines Fahrwegs) und zum Schluss kurz südwärts ansteigen zur freien Furggesalm (1938 m) unter weiten kupierten Hängen.
B) (problemlos, aber Umweg) Auf dem Fahrweg südwärts talein bis hinter die Kaseralm (1684 m) und ab einer Haarnadelkurve links hinaufqueren (gerade zur Potsdamer Hütte), mit abschließendem Haken zur Furggesalm. Weiter gemeinsam: Ostwärts hinauf Richtung Angerbergkopf und rechts haltend zu einer Terrasse (ca. 2100 m). Diese kurz durch eine Senke kreuzen und südostwärts ansteigen zur niedrigsten Stelle im Kamm zwischen Angerbergkopf und Schaflegerkogel (Markierungsstange; evtl. Schneebrettgefahr). Über diesen südwärts zum Gipfel.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute. Unten bei guter Schneelage und für bessere Skifahrer Variante A), bei wenig Schnee und für schlechtere Skifahrer Variante B).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied950 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortSellrain im Sellraintal (938 m)
AusgangspunktParkplatz an einer Haarnadelkurve über dem Fotscher Bach (1100 m)
TourencharakterEigentlich besteht dieser Berg nur aus einer großen, von vielen kleinen Buckeln und Mulden unterbrochenen Flanke. Unspektakulärer geht es kaum. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Schafleger als ein seltener Glücksfall. Denn wo sonst kann man bald nach Neuschneefällen mitten durch eine Flanke queren? Und wo sonst bei sicheren Verhältnissen je nach Lust und Kampfgeist einem Berg in nahezu willkürlicher Routenführung auf den Kamm steigen? Die Bewegungsfreiheit auf dieser Übungstour verleiht einem schon fast ein anarchisches Gefühl – und dann steht man oben und starrt auf die brüchigen, düsteren Nordwestwände der Kalkkögel. Dazwischen liegt – sozusagen als Beruhigungsmitttel – das schneeweiße, kaum berührte Senderstal eingebettet, als Kontrastmittel zum Skizirkus der Axamer Lizum …
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass-Wanderkarte (mit Skirouten) 1 - 50000, Blatt 83, Stubaier Alpen; Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 241, Innsbruck-StubaiSellrain-Brenner
VerkehrsanbindungAuf der A8 und A93/12 über Innsbruck Richtung Bregenz bis Ausfahrt Zirl und an Kematen vorbei ins Sellraintal. Am oberen Ende des Hauptorts Sellrain (evtl. Schneeketten) links ins Fotschertal Richtung Bergheim Fotsch ÖV - Mit der Bahn über Innsbruck Richtung Landeck/Bregenz bis Kematen. Mit dem Bus durchs Sellraintal bis Sellrain-Ort und abholen lassen vom Bergheim Fotsch (nur bei angemeldeter Übernachtung)
GastronomieBergheim Fotsch, gj. bew. außer November, 40 Übernachtungsplätze (unbedingt rechtzeitig reservieren), Abholung von Sellrain möglich, Tel. (0043)(0)664/2245572
Höchster Punkt
Schaflegerkogel, 2405 m
Unterkunft
Bergheim Fotsch, gj. bew. außer November, 40 Übernachtungsplätze (unbedingt rechtzeitig reservieren), Abholung von Sellrain möglich, Tel. (0043)(0)664/2245572
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