Rotes Beil

Unten steiler Waldgürtel mit Felsabbrüchen, der auf sehr schmalem Hohlweg überwunden wird. Dann großes Kar mit steilem Schartenausstieg. Lawinengefahr: Häufig lawinengefährdet, im gesamten Tourengelände. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Aufstieg.
Auf Höhe des Martinhofs führt von der Straße aus eine Brücke über den Pfitscher Bach (Sommerwegbeschilderung Rotes Beil, Bergl). In gerader Verlängerung geht es kurz über die Wiese und, einem kleinen Felsaufschwung rechts ausweichend, auf der Trasse des Sommerwegs den Steilhang hinauf. Dieser führt anfangs in vielen kurzen Serpentinen bergan, quert dann eine Lichtung schräg aufsteigend nach links und hält sich in der Folge weiter im Hochwald nach links aufwärts. So gelangt man schließlich an den rechten Rand eines Grabens, der vom Roten Beil herabzieht. An seinem rechten Rand steigen wir so lange durch lichten Lärchenwald hinauf, bis wir im freien Gelände auf seine linke Seite queren können, ca. 1950 m. Damit weichen wir den steilen Nordosthängen unter der Vorderen Langspitze aus und nutzen das gegliederte Gelände auf der linken Bachseite. Auf Höhe von zwei blockübersaÅNten Karstufen bewegt man sich wieder in Karmitte. Am oberen Rand der zweiten Stufe biegt das Kar nach links ab, wir folgen ihm wieder hinauf, halten uns hier aber in der rechten Karhälfte. Somit erreicht man eine Grube unmittelbar vor dem Steilhang zur Scharte, die man ohne Höhenverlust rechts ausgehen kann, und anschließend den steilen Hang in die Scharte, 2814 m, hinaufsteigt. Vorsicht vor Wechten an der Südseite der Scharte! Über den felsigen, steilen Südwestgrat kann man – entsprechendes Können vorausgesetzt – noch kurz mit Skiern, dann zu Fuß in einfacher Blockkletterei (I) zum höchsten Punkt des Roten Beils, 2949 m, aufsteigen.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegslinie.
Weitere Tour.
siehe Tour Felbespitze

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied1500 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortSt. Jakob
AusgangspunktParkmöglichkeit an der Straße Richtung Pfitscher Joch bei der Abzweigung Martinhof, ca. 1450 m. Busverbindung in Sterzing
EndpunktParkmöglichkeit an der Straße Richtung Pfitscher Joch bei der Abzweigung Martinhof, ca. 1450 m. Busverbindung in Sterzing
TourencharakterAn einfachen Tourenzielen bietet das Pfitschtal wenig. Große, wilde Anstiege gibt es dafür einige. Die Ausgangslage von über 1400 Metern sichert ausreichend Schnee und vor allem in den nordseitigen Karen können Skitouren bis ins Frühjahr hinein unternommen werden. Das Rote Beil ist zwar nicht der höchste Gipfel unter dieser Tourenzielen, wird aber doch noch einigermaßen oft begangen. Während dies andernorts als Manko erscheint, ist man hier meist froh, ein paar Spuren von Vorgängern zu finden, die dann hoffentlich auch den besten Weg durch den anfänglichen Waldgürtel weisen. Oben wird auch am Roten Beil das Gelände frei und an großen Hängen für die eigene Abfahrtsspur besteht kein Mangel. Schmaler, felsdurchsetzter Gipfelgrat, I. Der Weg durch den unteren Steilaufschwung ist schwierig zu finden, die Markierungen liegen bei normaler Schneelage unter der Schneedecke. 1450 m.
Hinweise
4.5 Std. gesamt, bis zur Bachquerung 1.5 Std.
KartentippAV-Karte Nr. 31/3 Brennerberge 1:50 000
VerkehrsanbindungVon Sterzing ins Pfitschtal. Busverbindung von Sterzing.
Informationen
Tourismusverband Sterzing, Freienfeld, Wiesen-Pfitsch, Tel.: +39/0472/76 53 25, www.sterzing.com
Höchster Punkt
Rotes Beil (2949 m)

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