Rote Wand, 2217 m

Erstaunlich wenig durchgeführte, landschaftlich prächtige Tour mit großartigen Ausblicken.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
11 km
960 m
4.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Von Dörfl auf der Forststraße nach Südosten zum Waldrand hinauf. Beim Wegkreuz und der Straßenverzweigung links abdrehen und knapp innerhalb der Waldgrenze nach Norden hinauf. Bei den obersten Häusern von Dörfl rechts abzweigen und am Fahrweg (Rodelbahn) durch ziemlich dichten Wald hinauf. In nicht zu strammer Steigung nun schön gemütlich durch die weit ausholenden Kehren des Fahrwegs, am Brandbründl vorbei und nach der letzten Rechtskehre an der Kreuztaxen, 1601 Meter, westlich vorbei. Noch ein Stück der ziemlich flachen Straße nach Süden folgen und dann an beschilderter Stelle (leicht zu übersehen) nach links auf den Sommerweg abzweigen. Er steigt im Wald moderat gegen Süden an und hält sich dabei im Wesentlichen an den langen Waldrücken. Etwas oberhalb der 1700-Meter-Linie stößt die Route wieder auf ein Sträßchen, dem man durch zwei Kehren folgt, um dann nach links wiederum auf den markierten Sommerweg abzuzweigen. Schließlich kommt man über den Mahnbühel, 1870 Meter, und ab etwa 1920 Meter lichtet sich der stämmige Zirbenwald. Durch schönes, gestuftes Berggelände geht man nun nordöstlich des langen Rückens, zwischendurch mal über eine Steilstufe, gegen Südosten weiter. Die Route dreht nach Süden ab und führt über grobe Felsenblöcke auf einen scharfen Felsengrat zu. Dort etwas rechts halten und auf der Westseite des Rückens recht einfach zum Gipfelkreuz hinauf. Der Weiterweg zum Hauptgipfel, 2252 Meter, wäre grundsätzlich möglich (anfangs mit Ski, zuletzt zu Fuß), doch lohnt sich dieser kaum.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute. Man kann, sobald man den Höhenrücken wieder erreicht hat, nach links ausweichen und in einem freien Hang (Vorsicht aber auf Jungwald!) zu einer Antennenanlage abfahren, wo ein Fahrweg erreicht wird. Das empfiehlt sich vornehmlich, wenn wenig Schnee liegt. Auf dem Sträßchen talwärts, bei der Verzweigung rechts und ziemlich eben zur Aufstiegsroute weiter. Auf ihr zum Ausgangspunkt zurück.

Exposition - Norden

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied960 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWattenberg-Mühle, 1003 m. Dörfl, 1259 m
TourencharakterDen Kenner mag es erstaunen, dass an der Roten Wand kaum Tourengeher unterwegs sind. Und wenn man Pech hat, muss man sogar selber eine Aufstiegsspur anlegen. Wer die Route kennt, kriegt damit keine Schwierigkeiten. Nur bei der Abfahrt muss man aufpassen, vor allem bei wenig Schnee, denn in den oberen, freien Hängen liegen viele große Felsblöcke herum und da kann es zu heftigen Kollisionen kommen.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass-Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 36 (Innsbruck – Brenner)
Verkehrsanbindungvon Wattens (Inntal) auf guter Bergstraße nach Wattenberg-Dörfl; dann auf schmaler und enger Bergstraße bis zum Weiler Dörfl hinauf (nach Schneefall Ketten mitnehmen!); sehr begrenzte Parkmöglichkeiten
Gastronomieauf der Route keine Möglichkeit
Tipps
Mit dem Rodel. Von Dörfl zur Kreuztaxen sind es gut 300 Höhenmeter auf einer kurvigen Forststraße hinauf. Dieser Fahrweg ist nicht besonders breit und recht abwechslungsreich, vor allem wenn man mit dem Rodel hinunterflitzt. Dafür eignet sich diese Strecke hervorragend.
Höchster Punkt
Rote Wand, 2217 m
Unterkunft
auf der Route keine Möglichkeit
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