Roßkopf, 1580 m

Einfache, beliebte Eingehtour für den Spätherbst, wenn die Skilifte am Spitzingsee noch nicht in Betrieb sind. Abfahrt im Pistengelände möglich.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
5 km
530 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz neben der Stümpflingbahn bis zur kleinen Brücke 67 Höhenmeter abfahren. Von dort am Rande der Loipe zu den Valeppalmen weitgehend eben dahin. Bei den Almgebäuden rechts abbiegen und in der Lichtung rechts des Haushamer Bachs steil hinauf. Die Waldschneise schlängelt sich nach oben und weitet sich in freies Gelände. Dort rechts haltend schräg zum Waldrand hinauf und durch eine Lichtung zur Grünseealm weiter. Von der Alm nach Nordwesten zu einem breiten Rücken hinauf, der sich etwas zusammenschnürt und im Gipfel endet.
Abfahrt.
Es bieten sich etliche Varianten an. Eine verläuft entlang der Aufstiegsroute und erfordert zum Parkplatz hinauf einen Gegenanstieg von 67 Höhenmetern. Außerdem ist auf den gegen Südosten geneigten Hängen der Schnee nicht immer ideal. Besser wäre es deshalb, über die Stümpflingalm zum Stümpflinghaus und von dort auf der Piste zur Lyra-Talstation abzufahren. Eine spannende Variante verläuft nur ein paar Meter auf der Anstiegsroute und führt dann steile (bisweilen von Lawinen bedrohte) Hänge gegen Norden hinab. Man kommt in dichten Wald und in eine Grube hinein. Dort links halten und gegen Nordwesten zur Skipiste hinaus. Auf ihr ins Tal zurück.

Exposition - überwiegend Osten

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied530 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSpitzingsee, Parkplatz Stümpflingbahn (1124 m)
EndpunktSpitzingsee, Parkplatz Stümpflingbahn (1124 m)
TourencharakterSkitourengehern und Pistenskiläufern mag der Roßkopf gleichermaßen ein Begriff sein. Der schöne Aussichtsberg liegt hoch über dem Spitzingsee und ist auf seiner Nordseite liftmäßig erschlossen. Er bildet den höchsten Punkt des Skigebiets rund um den Stümpfling. Als Skitourenberg ist er nur von der Südostseite interessant und auch dann nur im späten Herbst, wenn der Schnee zwar fürs Skifahren schon reicht, aber die Skilifte noch nicht in Betrieb sind.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee – Schliersee – Wendelstein)
VerkehrsanbindungOberlandbahn bis Fischhausen/Neuhaus, Linienbus zum Ausgangspunkt; mit dem Auto über Miesbach und Schliersee nach Spitzingsee
GastronomieStümpflinghaus
Tipps
Auch für Anfänger und Kinder. Diese kleine Eingehtour ist nahezu ideal für Skitourenneulinge und Kinder (ab etwa 10 Jahren) geeignet.
Informationen
Höchster Punkt
Roßkopf, 1580 m
Unterkunft
Stümpflinghaus
Tourismusbüro
Schliersee, Neuhaus/ Spitzingsee, Tel.: 08026/60650; www.schliersee.de
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