Risserkogel, 1826 m

Beliebte und lohnende Skitour für den Hochwinter, die aber auch bei schönem Firn im zeitigen Frühjahr interessant ist. Allerdings apern besonders die talnahen Hänge wegen ihrer südseitigen Lage schnell aus. Bei guten Bedingungen kann man mit Ski zum Gipfelkreuz ansteigen. Auf dem Gipfelgrat braucht man aber ordentliche Verhältnisse (Wechten!). Die Abfahrt auf dem Grat sollten sich (auch bei guten Bedingungen) nur standfeste, absolut sichere Skitourenfahrer zutrauen.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
5 km
1040 m
5.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Großparkplatz gemütlich auf der Straße über den Sagenbach und zum Wirtshaus Schwaigeralm hinauf. Bis zur Wildfütterung auf dem Fahrweg und dann auf den markierten Sommerweg nach links (gegen Osten) in den Wald hinein abbiegen. Auf dem Sommerweg über den Bach und in Kehren steil nach Nordosten zur Scheuereralm und über einen bewaldeten Höhenrücken zur Ableitenalm hinauf. Weiter zum Gratrücken zwischen Risserkogel und Grubereck. Von hier lässt sich der weitere Anstieg bei schönem Wetter gut überblicken. Bei zweifelhaften Bedingungen ist es besser, in der Nähe des Gruberecks die Tour zu beenden. Bei guten Verhältnissen nach rechts zum Gipfelgrat weiter und über ihn (Vorsicht Wechten!) zackig und ausgesetzt zum Kreuz am höchsten Punkt.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute

Exposition - Westen und Süden

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied1040 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGroßparkplatz »Schwaigeralm« (793 m) an der B307
EndpunktGroßparkplatz »Schwaigeralm« (793 m) an der B307
TourencharakterDer Risserkogel zählt zu den Tourenglanzlichtern des Mangfallgebirges. Nach einer etwas monotonen Straßenetappe und einem zackigen Waldanstieg folgen Sonnenhänge, die bei der Abfahrt zum Genuss werden können, wenn der Schnee auffirnt. Bei Bruchharsch sieht das ein bisserl anders aus. Die Gipfelrundschau, vor allem auf den benachbarten Blankenstein hinunter fällt recht beeindruckend aus und wer die Augen offen hat, kann vom höchsten Punkt die Routen von ein paar weiteren, interessanten Skitouren erspähen. Das wären beispielsweise die Touren Wallberg und Röthenstein.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee – Schliersee – Wendelstein)
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Bahnhof Tegernsee; mit dem Auto auf der A8 zur Ausfahrt Holzkirchen, auf der B318 nach Gmund und der B 307 über Rottach-Egern nach Wildbad Kreuth
GastronomieSchwaigeralm
Tipps
Von der Monialm. Der Risserkogel wird auch von der Monialm aus (über Sieblialm, Riederecksattel und Schneeböden) bestiegen. Diese Route ist im oberen Bereich sehr steil und ausgesetzt. Sie erfordert also sehr sichere Verhältnisse und ist nur versierten Tourengehern anzuraten. Dafür sind die Schneeverhältnisse meist deutlich besser als auf der Südseite. Abfahrtsvariante.
Informationen
Bei hoher und sehr stabiler Schneelage (wenn die Latschen völlig zugeschneit sind) kann man direkt vom Gipfel sehr steil nach Süden etwa zum Kotierungspunkt (1509 Meter) abfahren. Dort rechts abdrehen und weitgehend eben auf einem alten Bergweg nach Westen zur Ableitenalm hinaus. Den Rest entlang der Aufstiegsroute.
Höchster Punkt
Risserkogel, 1826 m
Unterkunft
Schwaigeralm
Tourismusbüro
Kreuth, Tel.: 08029/1819; www.kreuth.de
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