Rangiswanger Horn, 1616 m

Recht leichte und sehr geschätzte Einsteiger-Skitour. Obwohl ostseitig exponiert, ist wegen der geringen Hangneigung mit Lawinen nicht zu rechnen. Nur unter dem Gipfel schwingt sich der Berg etwas auf, schließlich wollen wir ja auch ein wenig ins Schwitzen kommen.
Exposition: Ost / Lawinengefahr: gering (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
8 km
770 m
2.00 h
Aufstieg.
Von Sigiswang gehen wir auf einem Fahrweg Richtung Nordwesten hinauf und biegen auf der Höhe eines Sägewerks zu einer ausgedehnten, freien Wiese ab. Über diese Wiese geht es in gleicher Richtung weiter und zu einem Berghof, wo wir uns ein wenig links (gegen Südwesten) halten. Hinter einer kleinen Baum-gruppe wird ein Bach gequert; gleich danach lichtet sich der Hang wieder. Nun geht es etwas steiler gegen Westen hinauf. Dabei bleiben wir zunächst noch in der Nähe eines Sträßchens, halten uns aber dann doch mehr an den Sommerweg, der zur Alpe Gschwend (1320 m) führt. Auf der Karte wird diese Alpe Kahlrückenalpe genannt. Nun geht es durch muldiges, gegliedertes Alpgelände zur Moselalpe (1405 m; in der Karte Sigiswanger Hornalpe), bei der wir einen wirklich schönen Aussichtspunkt finden. Vom angenehmen Rastplatz verläuft die Route über freies Gelände auf einen Buckel, von dem erstmals der Gipfel mit seinem etwas steileren Osthang zu sehen ist. Einen Waldgürtel umgehen wir auf seiner rechten (nördlichen) Seite, weichen aber dann links aus und spuren links der Schlussflanke zum wenig spektakulären Gipfel hinauf.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute. Sportliche Skitouristen lassen sich das Schmankerl des flotten Gipfel-Osthangs nicht entgehen. Wenn man eine einwandfreie Kondition hat und der Schnee gut ist, dann wird man der Versuchung kaum widerstehen können, diesen Hang gleich mehrmals hinunter zu fahren, was natürlich mit entsprechenden Anstiegen verbunden ist. Wer sich im weitläufigen Gelände auskennt, kann viele interessante Abfahrtsvarianten wählen. Es gibt lange, schattseitige Lichtungen, in denen man oft erstaunlich schönen Pulverschnee findet. Allerdings sind solche Alternativen bisweilen mit längeren Gegenanstiegen verbunden, was angesichts der Kürze dieser Skitour aber niemandem zu sehr an die Kondition gehen dürfte.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied770 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortOfterschwang (864 m) im süd-lichen Oberallgäu
AusgangspunktBushaltestelle in Sigiswang (848 m)
TourencharakterDas Rangiswanger Horn ist Höhe- und Zielpunkt der beliebten Hörnertour, einer der klassischen Hochwinter-Skitouren der Allgäuer Alpen. Bei dieser oft durchgeführten Bergfahrt wird kaum aufgestiegen, denn die Höhe gewinnt man im Lift. Für gestandene Tourengeher – und solche die es werden wollen – hat man dem Berg aber einige Möglichkeiten gelassen, so dass man die Steigfelle ausführen und ein paar Schweißtropfen vergießen kann. Es versteht sich von selbst, dass die Fellspur weitab von Liftkabeln durch eine märchenhafte Winterlandschaft führt, die mit großartigen Ausblicken nicht geizt. Schon beim Aufstieg – und ganz besonders natürlich am Gipfel – hat man eine weite Schau. Das ist längst weitum bekannt, und so ist der Berg wirklich kein Geheimtipp mehr.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippBayer. Landesvermessungsamt 1 - 50000, Blatt Allgäuer Alpen; Kompass-Wanderkarte 1:50000, Blatt 3, Allgäuer Alpen-Kleinwalsertal
VerkehrsanbindungAuto - Ab Sonthofen auf der Landstraße über Ofterschwang zum Ausgangspunkt in Sigiswang ÖV: RVA-Bus ab Busbahnhof Sonthofen
Gastronomiekeine
Tipps
Diese kleine Skitour eignet sich auch gut für Kinder (ab 10 Jahre).
Höchster Punkt
Rangiswanger Horn, 1616 m
Unterkunft
keine
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