Lüsenser Spitze, 3230 m

Nach flachem Talboden über eine 1000 m hohe Steilstufe in flacheres Gletschergelände. Im untersten Bereich der Stufe auf ca. 100 Hm sehr steil und oft harter Schnee, deshalb anspruchsvoll. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Aufstieg.
Vom Parkplatz auf der Pistenraupenspur flach zur Talstation des Materiallifts des Westfalenhauses auf dem Fernerboden. Der riesige, gut 1000 Meter hohe Steilhang, der den Talschluss bildet, wird im unteren Teil von zwei auffallenden Gräben durchrissen, die von links unten nach rechts oben ziehen. Man hält sich im linken Talbereich und steuert auf den Auslauf des linken Grabens zu, bis man je nach Schneelage nach rechts die zwischen den Gräben eingebettete Rampe erreichen kann, die unten mit Erlengestrüpp bewachsen ist. Diese Rampe vermittelt den Durchstieg durch das unterste, sehr steile Stück, sodass man nach ca. 100 Höhenmetern über deutlich gestuftes Gelände links haltend in die weiten, freien Hänge unter dem Lüsenser Ferner gelangt, die es in der Folge gerade hinaufgeht. Ab etwa 2700 Metern hält man sich etwas rechts zur Felsbegrenzung hin und erreicht auf 2800 Meter Höhe den hier flachen Lüsenser Ferner unter der Plattigen Wand. Wir biegen nach Westen auf den Seitenarm des Gletschers ab und halten über einen Rücken im Gletscherbecken auf die hintere Gletschermulde zu, wo wir nach Süden einschwenken, um über einen letzten Steilhang auf die Schulter der Lüsenser Spitze, 3230 m, zu gelangen. Im Tälchen jenseits nach rechts aufwärts und rechts haltend den Gipfelhang hinauf zum Kreuz.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt auf der Aufstiegsroute.
Weitere Tour Hoher Seblaskogel, 3235 m, von Lüsens durchs Längental und über den Grüne Tatzenferner, schwierig (1600 Hm, 5 Std.).

schneesicherheit
5 Std. gesamt, 3 ½ Std. zum Gletscher
1590 Hm gesamt, 1160 Hm zum Gletscher

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied1590 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortGries im Sellrain, 1190 m
AusgangspunktGebührenpflichtiger Parkplatz beim Gasthaus Lüsens, 1636 m, am Ende der Straße, die in Gries südwärts abzweigt. Busverbindung von Innsbruck über Gries nach Lüsens.
TourencharakterDas Renommierziel im Sellrain ist der Lüsenser Fernerkogel, ist er doch mit 3299 Metern genau 79 Meter höher als die Lüsenser Spitze. Wenn es um den Skifahrgenuss geht, ist die Abfahrt von Letzterer jedoch ungleich zügiger und lohnender, muss doch am Fernerkogel der Felsriegel der Plattigen Wand überstiegen werden, was in der üblicherweise befahrenen Abfahrt einen felsigen Gegenanstieg bedeutet. Und außerdem kann man an der Lüsenser Spitze am Gipfelkreuz die Skier anschnallen für die Abfahrt, am Fernerkogel liegen hingegen 100 Höhenmeter Felsgrat zwischen Skidepot und Gipfel. Der über 1600 Meter hohe Ausgangspunkt zur Lüsenser Spitze bietet hohe Schneesicherheit und nicht nur der 1000-Meter-Hang, sondern auch die Gletscherabfahrt vom Gipfel versprechen hohen Skifahrgenuss.
Beste Jahreszeit
KartentippAV-Karte Nr. 31/2 Stubaier Alpen – Sellrain 1 - 25 000
VerkehrsanbindungVom Knoten Zirl im Inntal auf ausgeschilderter Bergstraße in südlicher Richtung ins Sellraintal nach Gries, aus dem Ötztal bei Ochsengarten nach Osten, über das Kühtai nach Gries und weiter nach Praxmar.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig lawinengefährdet, im Bereich der riesigen Steilstufe.
Informationen
Tourismusbüro Kühtai, Tel.: +43/5239/52 22
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