Lüsener Fernerkogel

Anspruchsvolle Skihochtour auf den Fernerkogel. Die Lüsener Spitze ist etwas leichter (mittel). Lawinengefahr: Die Skitour führt über recht steiles Gelände und ist entsprechend gefährdet. Sichere Verhältnisse erforderlich. (Autor: Janina und Markus Meier)
Zum Lüsener Ferner.
Von Lüsens (1634 m) gehen wir flach neben der Langlaufloipe bis zum Talschluss (1716 m). Der hier ansetzende Anstieg zum Lüsener Ferner ist recht steil, er führt in der Nähe einer Bachschlucht bergan. Der genaue Routenverlauf hängt von den aktuellen Verhältnissen ab. Bei wenig Schnee ist diese Passage durchaus anspruchsvoll. Weiter oben wird das Gelände kupierter und wir steigen in einigen Spitzkehren zum flachen Gletscherboden an.
Zum Lüsener Fernerkogel.
Am flachen Gletscherboden angekommen, wendet sich die Route nach Westen und führt leicht ansteigend zwischen Fernerkogel und Lüsener Spitze. Hier wenden wir uns nach rechts und steigen in der abschüssigen Querung der Plattigen Wand zum Rotgratferner an. Über diesen kleinen Gletscher steigen wir bis zur Einschartung am Gipfelgrat. Dort lassen wir unsere Skier stehen und klettern über den un- schwierigen Blockgrat zum schönen Gipfel des Lüsener Fernerkogels (3298 m). Besonders eindrucksvoll ist der Tiefblick nach Lüsens.
Zur Lüsener Spitze.
Am Gletscher, wo nach rechts die Rampe zur Plattigen Wand und zum Rotgratferner abzweigt, gehen wir weiter ein Stück bergauf, um dann nach links über eine breite Rampe in Richtung Süden anzusteigen. Wir erreichen die Grathöhe östlich des Gipfels und schwenken nach Westen (rechts) ein. Den Gipfel erreichen wir zuletzt über den recht steilen Südhang. Auch die Lüsener Spitze (3231 m) bietet eine schöne Aussicht. Unter uns liegt besonders eindrucksvoll der Lüsener Ferner, der bis zum Wilden Hinterbergl mit seiner kurzen Steilflanke anzieht.
Abfahrt.
Die Abfahrt von beiden Gipfeln erfolgt am Anstiegsweg. Vor allem der Nordhang der Lüsener Spitze ist bei guten Verhältnissen ein Hochgenuss.
Abfahrtsvariante am Fernerkogel.
Vom Rotgratferner ziehen zwei Rinnen nach Osten. Über die südlichere der beiden Rinnen kann man direkt auf den Nordhang, der nach Lüsens zieht, abfahren. Dadurch erspart man sich die etwas mühsame Querung an der Plattigen Wand. Die Abfahrtsvariante erfordert sichere Verhältnisse und weicht aufgrund der Ostexposition früh auf.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied1670 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortLüsenstal
AusgangspunktAlpengasthof Lüsens (1634 m)
EndpunktAlpengasthof Lüsens (1634 m)
TourencharakterDer Lüsener Fernerkogel ist der dominierende Gipfel im Talschluss über dem Gasthaus Lüsens. Sein steiler Anstieg, die tolle Aussicht und die zügige Abfahrt haben ihn zu einem Klassiker gemacht. Die Lüsener Spitze versteckt sich etwas hinter ihm, ist dafür etwas leichter, skifahrerisch aber fast noch lohnender. Beide Skitouren führen über steiles Gelände und erfordern häufig Harscheisen. Die Spaltengefahr ist gering.
Hinweise
Gehzeit. Lüsens–Fernerboden 0.30 Std., Fernerboden–Lüsener Ferner 2.30 Std., Lüsener Ferner–Lüsener Fernerkogel 2 Std. oder Lüsener Ferner–Lüsener Spitze 1.30 Std.
KartentippAlpenvereinskarte 1:25 000, Blatt 31/2 Stubaier Alpen Sellrain (Skitouren)
VerkehrsanbindungVon der Inntalautobahn über Sellrain bis St. Sigmund und von dort ins Lüsental.
GastronomieUnterwegs keine; am Ausgangspunkt: Alpengasthof Lüsens (1636 m), Anfang Dezember bis Mitte April, Tel. 0043/(0)52 36- 215, www.alpengasthofluesens. com
Höchster Punkt
Lüsener Spitze (3231 m)

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