Loferer Skihörndl, 2286 m

Kurze, aber sehr ausgesetzte Querung auf dem Sommerweg über Felsabbrüchen in die eigentliche Rinne. Die lange, steile Rinne erfordert perfekte Skitechnik im Aufstieg und in der Abfahrt. Harscheisen empfehlenswert. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Aufstieg.
Vom Parkplatz – oder bei hoher Schneelage auch schon vorher von der Zufahrtsstraße – südwestwärts in das Hochtal hinein, das auf Höhe des Sommerparkplatzes schon bald nach links umbiegt und an einer Steilstufe endet. Links der felsigen Abbrüche den steilen, mit Erlengestrüpp bewachsenen Hang so lange hinauf, bis man oberhalb der Absätze rechts haltend auf der Trasse des Sommerweges (ein kurzes Stück in die Schrofen gehauen und sehr ausgesetzt, diverse Marterl) einen Hang gewinnt, der zum Teil stark gegliedert bis zum Rothorn zieht. Ab ca. 1300 Metern ist an seiner linken Begrenzung eine annähernd 1000 Meter hohe Superskirinne eingelagert, über die es steil hinaufgeht. Bei hartem Schnee kann das recht mühsam werden, dann ist es evtl. besser, die Rinne bei einer Verflachung auf ca. 1700 Metern nach rechts zu verlassen und auf der westlich begrenzenden Rampe aufzusteigen. Damit umgeht man das steilste Stück. Ein früheres Ausqueren auf die Rampe macht wegen Schichtabbrüchen und Erlenbewuchs jedoch keinen Sinn. Auf der Rampe nun immer aufwärts, an den Hängen unter dem Reifhorn in südlicher Richtung weiter, bis man ohne Höhenverlust in die Mulde der Kleinen Wehrgrube queren kann. Nun wendet man sich nach Osten und gelangt damit auf den Rücken unter dem felsigen Gipfelaufbau des Skihörndls. (Hierher auch, wenn man in der Rinne bleibt und zuletzt im Flachen rechts haltend auf den Rücken steigt.) Über den Rücken steigt man diagonal nach links hinweg in den Schneesattel links des Gipfels. Nach rechts am Rücken entlang hinauf zum Loferer Skihörndl, 2286 m.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt entweder entlang der Aufstiegslinie durch die Rinne oder – je nach Schneequalität – auch über die Hänge und die Rampe links (westlich) davon. Wichtig ist dann, auf 1700 Metern in die Rinne einzufahren, um nicht in die Felsabbrüche der Rampe zu geraten.
Weitere Tour siehe Tour Hocheisspitze

schneesicherheit
4 ½ Std. gesamt, bis zum Beginn der Rinne 1 ½ Std.
1520 Hm gesamt, 530 Hm zum Beginn der Rinne auf 1300 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied1520 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortTalort
AusgangspunktWanderparkplatz bei Militärlager, 770 m, je nach Schneelage auch schon vorher. Von Lofer nach Westen Richtung St. Johann und knapp 1 km ab dem Ortsrand nach links auf schmaler Straße hinauf (Beschilderung zur Schmidt-Zabierow-Hütte). Bus von Lofer bis zur Abzweigung.
TourencharakterSchon bei der Zufahrt über den Steinpass nach Lofer blickt man auf die Nordseiten der Loferer Steinberge. Dabei fällt sogleich die markante Rinne vom Loferer Skihörndl herab ins Auge - ein langer, schmaler Schlauch, der in der Draufsicht noch steiler wirkt als in natura. Schneesicher ist die Rinne zweifellos und wer nach ihrer Überwindung schließlich am Gipfel steht, darf zu Recht ein wenig stolz sein. Hat man Glück, dann liegen zehn oder fünfzehn Zentimeter Pulverschnee auf einer guten Unterlage oder eine schöne weiche Firnauflage erlaubt bequemes Schwingen. Die Aufstiegsmühen über den unten über Absturzgelände führenden Weg und später im Steilgelände der Rinne sind dann schnell vergessen und ein Erlebnis ist die Tour aufs Loferer Skihörndl für sichere Skifahrer auf jeden Fall.
Beste Jahreszeit
KartentippAV-Karte Nr. 9 Loferer und Leoganger Steinberge 1 - 25.000
VerkehrsanbindungÜber den Steinpass nach Lofer oder vom Raum Kössen/St. Johann über den Pass Strub.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig lawinengefährdet, fast im gesamten Bereich
Informationen
Tourismusverband Salzburger Saalachtal, Tel.: +43/6588/832 10
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