Lodron, 1925 m

Genussreiche, sehr beliebte Hochwintertour, überwiegend auf freien Hängen. Der Anstieg zieht sich hin, stellt aber keine besonderen Anforderungen.
Exposition: Nordwest und West / Lawinengefahr: gering (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
13 km
850 m
3.00 h
Aufstieg.
Am südlichen Ortsrand von Kelchsau, bei der Brücke über die Kelchsauer Ache, beginnt der Aufstieg. Besonders einfach ist das erste Stück. Es führt auf einer Almstraße beschaulich dahin, die im Winter zur Rodelbahn umfunktioniert ist. Moderat steigt die Rodelpiste gegen Süden an, dreht nach Osten, beschreibt ein paar enge Kehren und endet bei der Jausenstation Sonn-blick (1220 m). Hinter der Jausenstation betreten wir freie, ausgedehnte Berg-hänge. Am breiten Rücken steigen wir in der Aufstiegsspur in Richtung Osten weiter; der Hang flacht hier immer mehr ab. Die Route führt recht beschaulich an den Demelshütten vorbei, steigt aber im weiteren Verlauf wieder an und wird schließlich doch einigermaßen steil, bis wir beim etwas sportlicheren Gipfelspurt doch noch ein paar Schweißtropfen opfern dürfen, bevor das Gipfelkreuz erreicht ist.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute. Die Hänge am Lodron sind sehr weitläufig und weitgehend waldfrei. Dem begeisterten Skifahrer sind deshalb bei guter Sicht zur Wahl seiner Abfahrtsstrecke kaum Grenzen gesetzt. Trotz der großen Beliebtheit der Tour lassen sich deshalb mit etwas Glück immer wieder unverspurte Hänge finden. Dabei darf man in der Euphorie einer Pulverschneeabfahrt aber nicht außer Acht lassen, dass man den Ausgangspunkt wieder erreichen muss.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied850 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKelchsau (790 m), südlicher Ortsrand, Brücke über die Kelchsauer Ache (ca. 850 m)
TourencharakterDer Lodron ist einer der beliebtesten Skitourengipfel der Kitzbüheler Alpen. Fast von allen Seiten ziehen die Brettl-Enthusiasten ihre Fellspuren den Berg hinauf, und alle vereinen sich am Gipfel. Von besonderem Vorteil ist bei der Tour, dass der Lodron ein Grasberg und daher auch bei geringer Schneelage gut mit Ski zu befahren ist. Auf den weiten Wiesenhängen rund um den Lodron gibt es kaum Steine. Schade, dass der Almbauer gegen das Tourengehen protestiert und die Hänge mitunter mit Weide- und Stacheldrahtzäunen verbarrikadiert. Vom unmittelbaren Gipfelbereich ausgenommen, gibt es keine steilen Hänge, sodass auf der Tour mit Lawinen normalerweise nicht zu rechnen ist.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippAV-Karte 1 - 50000 (mit Skirouten), Blatt 34/1, Kitzbüheler Alpen; Freytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 121, Großvenediger-Oberpinzgau
VerkehrsanbindungAuto - Von Wörgl über Hopfgarten nach Kelchsau ÖV: Busverbindung von Kitzbühel oder Wörgl
GastronomieJausenstation Sonnblick
Tipps
Ideale Tour für Einsteiger
Höchster Punkt
Lodron, 1925 m
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