Laubkogel, 1760 m

Die schöne und beliebte Eingehtour hinter dem bekannten Skiort Kitzbühel führt über Almwiesen und Waldlichtungen zur Gipfelschulter des Laubkogels. Die Ostseite des hier beginnenden hinteren Jochbergtals mit ihren beliebten Skitouren wurde glücklicherweise (noch) nicht für den Pistenskilauf erschlossen.
Exposition: West, Südwest / Lawinengefahr: gering bis mäßig (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
4 km
880 m
2.00 h
Aufstieg.
Kurz auf dem Weg zur Bochumer Hütte am Wiesenegggraben durch Wald ostwärts talein, dann kurz links auf eine Almfläche. Anfangs ostwärts teils auf einem Fahrweg Richtung Mittern flach aufwärts, dann den Weg verlassend rechts haltend über freie Flächen und ein Waldstück ansteigend queren zur unteren Exenbergalm. Über den wenig ausgeprägten Rücken links eines Bacheinschnitts nordostwärts hinauf zur oberen Exenbergalm, weiter zu einem Rücken und über diesen ostwärts, zum Schluss relativ steil zur vorgeschobenen Gipfelschulter.
Varianten.
Wer alpinistische Ambitionen hegt, kann südwärts am Kamm weitergehen und auf den schrofigen Brachofen (1815 m) steigen. Wer noch nicht ausgelastet ist, kann westlich an diesem vorbei auf dem langen Kamm über den Hahnenkampl (1812 m) südwärts und zum Saalkogel hinauf-gehen (2007 m, zusätzlich 11/4 Std., Skisicherheit erforderlich!).
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied880 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortKitzbühel (762 m)
AusgangspunktParkplatz an einer Kapelle 1 km hinter dem Gasthof Hechenmoos (880 m)
TourencharakterÜber sanft gewellte weiße Almwiesen zwischen schneevermummten Nadelwäldern geht es aufwärts zu freien Rücken mit Fernsicht auf die Hohen Tauern und die Zillertaler Alpen, den Wilden Kaiser und die Berchtesgadener Alpen, auf diverse Sonn- und Sonnwendjöcher. Bei der Abfahrt locken angenehm weite und gleichmäßig geneigte Abfahrtshänge, die trotzdem meist narrensicher sind – und ein Tiefschnee für die Götter, sofern man das Glück hat, die ersten Spuren in den Schnee legen zu können.
Kurz: Die mit Ausnahme der südlich abschließenden Bergkette und des hinteren Alpbachtals unter oder um 2000 Meter hohen Kitzbüheler Alpen sind das Genussrevier für Skitourengeher schlechthin, besonders im Früh- und Hochwinter. Trotz der relativ niedrigen Ausgangspunkte (die Hälfte unter 1000 Meter) sind die Skiberge um diese Zeit schneesicher und wegen der vorherrschenden Almwiesenunterlage selbst bei wenig Schnee gut fahrbar. Die Länge der meisten Touren bewegt sich im Bereich um 1000 Höhenmeter und einer entsprechenden Aufstiegszeit um 2 1/2 Stunden. Angesichts solch günstiger Bedingungen weisen die Kitzbüheler Alpen nicht umsonst die wohl höchste Skitourendichte der Ostalpen auf: Es gibt kaum einen Gipfel oder einen unbedeutenden Kammbuckel, auf den nicht ein bis drei Skirouten hinaufführen.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippAV-Karte (mit Skirouten) 1 - 50000, Blatt 34/2, Kitzbüheler Alpen; Kompass-Wanderkarte (mit Skirouten) 1:50000, Blatt 29, Kitzbüheler Alpen.
VerkehrsanbindungAuf der Inntalautobahn bis Ausfahrt Wörgl und weiter nach Kitzbühel. Hier Richtung Pass Thurn über Aurach zum Gasthof Hechenmoos im Weiler Wie-senegg-Grüntal und links auf einem geräumten Sträßchen am Wieseneggbach talein. ÖV - Mit der Bahn auf der Inntalstrecke bis Wörgl, umsteigen Richtung Kitzbühel (einige Züge fahren dorthin durch) und weiter mit dem Bus bis Wiesenegg-Grüntal, Gasthof Hechenmoos. Zu Fuß 1 km dem Wieseneggbach entlang zum Ausgangspunkt
GastronomieGasthaus Hechenmoos
Informationen
Variante Saalkogel. Abfahrt teilweise durch Wald zur bewirtschafteten Bochumer Hütte, dann zur die Gruberalm und links haltend abwärts zum Wieseneggbach, an dem ein geräumter Fahrweg zum Ausgangspunkt zurückführt.
Höchster Punkt
Laubkogel, 1760 m
Unterkunft
Gasthaus Hechenmoos
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