Laubkogel, 1760 m

Leichte Skitour auf überwiegend freien Sonnen- hängen. In Gipfelnähe geht es allerdings eine halbe Stunde lang durchs Unterholz.
Lawinengefahr: gering
(Autor: Siegfried Garnweidner)
8 km
860 m
3.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz in Wiesenegg dem Kelchalmweg in den Wald hinein folgen und neben dem Wieseneggbach auf der Rodelbahn lange gering ansteigend nach Osten durch den Kelchgraben hinauf. Durch zwei Straßenkehren und bald darauf an beschilderter Stelle nach links dem Weg Richtung Kochau/ Oberaurach folgen. Ziemlich eben den Wald nach Norden bis Mittern queren, wo ein Sträßchen erreicht wird. Auf ihm scharf rechts abknicken, am Wohnhaus vorbei und in den Wald. Am Fahrweg durch den Wald in freie Hänge hinein. Bald über eine längere, mühsame Steilstufe nach Osten hinauf und im weiteren Verlauf etwas mehr nach Nordosten abdrehen. Über schöne, freie Sonnenhänge zum Fahrweg weiter, der nach rechts zur Exenbergalm abzweigt. Über der Alm etwas steiler durch eine breite Lichtung, an einer Hütte vorbei und noch vor einem freien Rücken auf ca. 1625 Meter Höhe nach rechts in eine schmale Waldschneise hinein. Am Sommerweg kurz nach Süden, dann gegen Nordosten und wieder aus dem Wald heraus. Über einen kurzen Steilhang zur Gipfelhochfläche und die letzten Meter fast eben nach Osten zum Kreuz.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute. Es ist sinnvoll, in Mittern die Aufstiegsroute zu verlassen und gegen Westen über freie Hänge gering abfallend zum Waldrand zu schwingen. Dann kurz sehr steil durch den Waldgürtel (Vorsicht: Stacheldraht!) und zur Straße hinaus. Auf ihr nach links, ein paar Meter aufwärts und nach Süden zum Ausgangspunkt zurück.

Exposition - Westen

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied860 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAurach bei Kitzbühel, 800 m, Parkplatz am Eingang in den Kelchgraben in Wiesenegg, 907 m
TourencharakterDer Laubkogel scheint aus der Mode gekommen zu sein. Jeden- falls hatte ich nach einem traumhaften Tourenwochenende selbst am Montag dort noch knochenharte Spurarbeit zu leisten. Vom ersten bis zum letzten Schritt musste ich durch meterhohen Pulverschnee eine Spur den Hang hinauf anlegen, und das wünsche ich niemandem. Gelohnt hat sich die Plage trotzdem, denn als ich nach dem grimmigen Gipfelhang die Unterholzpassage durch dichten Wald hinter mich gebracht hatte, erwarteten mich ideale Wiesenhänge, die mit einer kleinen Unterbrechung bis zum Parkplatz talwärts führten. Das alles konnte ich weitgehend unverspurt genießen, aber das ist auch der gerechte Lohn für hartes Tiefschneespuren.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass-Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1 - 50000, Blatt 29 (Kitzbüheler Alpen)
Verkehrsanbindungauf der Pass-Thurn-Straße von Kitzbühel bis zur Abzweigung Wiesenegg/Grüntal, dann bis zum Sperrschild (Parkplatz) nach Osten
Gastronomieauf der Route keine Möglichkeit
Tipps
Übers Hahnenkampl. Eine sehr lohnende Aufstiegsvariante beginnt am Parkplatz Im Loch nahe dem Wildtierpark von Aurach. Sie führt durch den Wildalmgraben nach Osten hinauf und über die Brachofenbachalm zum Punkt 1815 m nördlich des Hahnenkampls. Von dort kann man nach Nordwesten zum Laubkogel hinüberqueren.
Höchster Punkt
Laubkogel, 1760 m
Unterkunft
auf der Route keine Möglichkeit
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