Lacherspitz, 1724 m

Wenn auch die Tour insgesamt nicht schwierig ist, so führt sie doch teilweise über bis zu 30 Grad steile Hänge. Bedenken muss man, dass bei Sonnenschein auf den Südhängen der Schnee sehr weich werden kann.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
635 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz gegen Nordwesten an einigen Baumgruppen vorbei, dann über weitgehend freies Gelände nach Norden den Mitterberg hinauf und in der gleichen Richtung zu ein paar Almhütten weiter. Von diesen malerischen Almen unter den Steilhängen am Lacherspitz nach Nordosten Richtung Lacheralm im Wesentlichen auf dem Fahrweg dahin. Noch vor der obersten Hütte der Lacheralm links abdrehen und am Waldrand gegen Nordwesten ins Lacherkar hinein. Unter dem eindrucksvollen Felsenszenario den nordöstlichen Hang des Lacherspitz hinaufsteigen. Weit oben sieht man vor sich den zweigeteilten Felsengipfel des Lacherspitz gegen den blauen Himmel aufragen. Das nette Kar geht es nun noch ein bisserl hinauf und unter dem Lacherspitz wird es mit – man kann's ja kaum glauben – immerhin 30 Grad Neigung einigermaßen steil. Den steilen Hang nach rechts verlassen und über einen Rücken zum Gipfelgrat hinauf. In der Nähe der Bergstation des Lacherlifts links abdrehen und über den Latschengrat zum Gipfelfelsen. Dort Skidepot. Die letzten Meter zum Kreuz muss man zu Fuß hinaufkraxeln. Wenn die Felsen dort – wie fast immer – mit blankem Eis überzogen sind, ist große Vorsicht angesagt!
Abfahrt.
Im Wesentlichen entlang der Aufstiegsroute.

Exposition - überwiegend Süden

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied635 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz am Sudelfeld (1090 m)
EndpunktParkplatz am Sudelfeld (1090 m)
TourencharakterDie klassische Route zum Lacherspitz beginnt am Sudelfeld und führt über südseitige Hänge. Nur kurz unter dem Gipfel kommt man nahe an die Liftanlage heran. Übrigens: Mit der Namensgebung ist es etwas hin und her gegangen. Jetzt heißt der Berg – wie früher auch – wieder Lacherspitz und nicht mehr Tagweidkopf.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee – Schliersee – Wendelstein)
VerkehrsanbindungMit dem Auto von Brannenburg (mautpflichtig) oder von Bayrischzell auf der Sudelfeldstraße zum Parkplatz beim Ausgangspunkt
Tipps
Abkürzung. Es gibt eine sportliche Abkürzung zum Gipfelgrat hinauf. Bei fehlender Lawinengefahr kann man durch die steile Hangmulde nordöstlich des Gipfelfelsens direkt zum Gipfelgrat ansteigen. Und besonders pfundig ist natürlich dort die Abfahrt, wenn der Pulverschnee staubt, was im Sonnenhang leider viel zu selten vorkommt…
Höchster Punkt
Lacherspitz, 1724 m
Tourismusbüro
Brannenburg, Tel.: 08043/9581; www.brannenburg.de
Tags: 
Mehr zum Thema