Kranzberg (1391 m)

Leichtes Berggelände (Fahrwege) im Aufstieg, Piste bei der Abfahrt. Landschaftlich sehr schöner Aufstieg im Liftgebiet. Schöne Gipfelrundschau und interessante Ausblicke während des Aufstiegs. Bitte nicht auf der Rodelbahn aufsteigen, das könnte gefährlich werden, wenn die Schlittenfahrer rasant herunterfahren.
Exposition: Osten / Lawinengefahr: Keine (Autor: Siegfried Garnweidner)
59 km
430 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Von der Talstation der Kranzbergalm auf dem Wanderweg gegen Nordwesten der Beschilderung folgen. Der geräumte Weg steigt erst einmal etwas steil an und führt schon nach ein paar Minuten auf einen Fahrweg. Nun auf einem Sträßchen (nicht auf der links daneben verlaufenden Rodelbahn) in der gleichen Richtung gering ansteigend weiter und in einer Lichtung auf etwa 1085 Meter Höhe an der Straßenverzweigung links abbiegen. Dabei folgt man dem Wegweiser St. Anton und Kranzberg-Gipfelhaus. Auf der flachen Straße weiter dahin, bis die Mittelstation der Seilbahn erreicht ist. Dort stoßen Fahrweg, Rodelbahn und Fußweg zusammen. Nun halb links abbiegen und auf dem Sträßchen zur Bergstation der Kranzberg-Gipfelbahn. Dort rechts weiter und nach ein paar Metern zum Wirtshaus St. Anton. Beim Wirtshaus links über die Piste und in freien Lichtungen mit schönen Ausblicken weiter gering ansteigend nach Südwesten hinauf. Eine Hangmulde schwingt sich steil auf, führt durch einen Walddurchlass und ein paar Meter abwärts. Dann geht es durch muldige Hänge in der gleichen Richtung durch eine prächtige Vorgebirgslandschaft. Rechts abdrehend kommt man am Kranzberghaus nordwestlich vorbei und nach einem kurzen Aufschwung zum Pavillon auf dem Gipfel des Hohen Kranzbergs. Dort wird man von einer großartigen Aussicht erwartet. Die wilden Felsenkämme von Karwendel- und Wettersteingebirge zeigen sich, wenn sie verschneit sind, wesentlich markanter und wirken im weißen Kleid um einiges höher. Etwas weniger aufregend präsentiert sich das benachbarte Estergebirge. Alte Hasen werden bei dieser grandiosen Rundschau etliche Skitourengipfel wiedererkennen.
Abstieg.
Vom Gipfel gleich einmal direkt nach Osten hinab, bis man in der Nähe des Skilifts auf eine präparierte Skiabfahrt trifft. Nun auf ihr in weitem Bogen oder durch einen steilen Graben gegen Osten zum Wirtshaus St. Anton, wo die Aufstiegsroute tan- giert wird. Auf der Skiabfahrt sich nun etwas links haltend die Anstiegsstrecke verlassen und gegen Nordosten in mehrmaligem Auf und Ab weiter. Dann allmählich gegen Osten schwenkend in Richtung Korbinianhütte. Auf der zur Talstation der Gondelbahn markierten Route in ausholendem Rechtsbogen in den Wald hinein und auf Fahrwegen zum Ausgangspunkt bei der Seilbahn-Talstation zurück.

pistenskitour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour59 km
Höhenunterschied430 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMittenwald, Talstation Kranzbergbahn (980 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDer Kranzberg hatte viele Jahre keine Gipfelbahn mehr im Angebot. Ende der Seilbahnstrecke war in St. Anton. Seit 2005 verkehrt nun wieder eine Gipfelbahn und man kann fast bis zum höchsten Punkt am Seil hinaufgondeln. Für Skitourengeher ist dieser Berg also dann interessant, wenn kein Liftbetrieb herrscht. Das ist in der Vor- und Nachsaison während der Woche der Fall. Vor allem nach kräftigem Schneefall, wenn es auf den größeren Touren sowieso viel zu lawinengefährlich ist, lohnt sich die kleine Tour in sicherem Terrain.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 5 (Wettersteingebirge-Zugspitzgebiet)
VerkehrsanbindungMit Bahn oder Auto ab München oder Innsbruck
GastronomieKranzberghaus, Wirtshaus St. Anton und Korbinianhütte
Tipps
Für Kinder. Diese Tour eignet sich bestens für eine Familientour, auf der man die Jüngsten (ab etwa 10 Jahren) allmählich an die Schönheiten der winterlichen Bergwelt heranführen kann.
Informationen
Dauer 2 Std. ('1.30 Std. '0.30 Std.)
Unterkunft
Gasthäuser, Pensionen und Hotels in Mittenwald
Tourismusbüro
Mittenwald, Tel.: +49(0)8823/33981; www.mittenwald.de
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