Köllkuppe

Schöner Anstieg auf einen wunderschönen Aussichtsgipfel. Lawinengefahr: Dr Ahng unter dem Hohenferner und der Gipfelhang erfordern sichere Verhältnisse. Ebenso die Abfahrsvariante. (Autor: Janina und Markus Meier)
7 km
1300 m
4.00 h
Zur Zufallhütte.
Vom Parkplatz (2051 ) sehen wir bereits die Zufallhütte. Auf gut erkennbarem Weg gehen wir, wie bei der Tour zur Madritschspitze (Tour 41) beschrieben, in 45 Minuten zur einladenden Zufallhütte (2265 m), die von Uli Müller hervorragend bewirtschaftet wird.
Zum Hohenferner.
Von der Hütte wandern wir an der Kapelle vorbei zum Wasserfall und gelangen durch eine schmale Rinne zum weiten Talboden des Plimabaches mit der alten Staumauer. Wir gehen noch ein wenig flach taleinwärts, bis die Spur nach links abzweigt. Über einen steileren Hang steigen wir bis auf Höhe der Marteller Hütte (2610 m) an. Linker Hand lassen wir die Hütte liegen und biegen nach rechts ab in Richtung Zufallspitze. Bald schon wenden wir uns nach links und erreichen über steilere Hänge den Hohenferner.
Zur Köllkuppe.
Über den flachen Gletscher gehen wir nach Süden in Richtung des bereits sichtbaren Gipfels. Der Schlusshang steilt deutlich auf, bald schon stehen wir aber in der Scharte westlich der Köllkuppe (3330 m), die in wenigen Minuten problemlos erreicht wird. Die Aussicht ist unglaublich. Neben den nahen Zufallspitzen und dem Cevedale erblicken wir im Westen Königsspitze, Ortler und Zebru. Auf der anderen Seite des Cevedale zieht der Kamm über den Pallon de la Mare zum Monte Vioz.
Ganz im Süden stehen Adamello, Presanella und die Brenta, während weiter im Osten die Dolomiten unsere Blicke fesseln. Im Norden reicht unser Blick bis in die Ötztaler Alpen.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt auf dem Anstiegsweg. Bei sicheren Verhältnissen verlassen wir den Hohenferner nicht in Richtung Marteller Hütte, sondern verfolgen ihn über schönstes Skigelände bis zum Ende. Hier halten wir uns weiter talwärts auf P. 2553 und folgen dann dem Sommerweg durch steiles Felsgelände, das wir in einer Schleife überraschend leicht überwinden. Über den steilen Schlusshang gelangen wir zur alten Staumauer und schließlich zur Aufstiegsspur. In wenigen Minuten sitzen wir dann auf der Terrasse der Zufallhütte (2265 m) und genießen den leckeren Apfelstrudel in der Sonne.

Skitouren in Südtirol

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied1300 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortMartell
AusgangspunktParkplatz am Talschluss des Martelltals (2051 m)
EndpunktParkplatz am Talschluss des Martelltals (2051 m)
TourencharakterDie Köllkuppe ist ein toller Skitourengipfel im Martelltal mit einer wunderschönen Aussicht. Meistens bietet sie perfekten Pulverschnee. Der Aufstieg ist nicht schwer, gerade weil der Hohenferner nur wenige Spalten hat. Als Stützpunkt bietet sich die gemütliche Zufallhütte an, auf der wir von bester Küche verwöhnt werden. Der Gletscher ist spaltenarm und bietet eine schöne Abfahrtsvariante.
Hinweise
Gehzeit. Parkplatz-Zufallhütte 0.45 Std., Zufallhütte-Marteller Hütte 3.30 Std., Marteller Hütte-Köllkuppe 2.30 Std.
KartentippTabacco Karte 1:25 000, Blatt 08 Ortlergruppe
VerkehrsanbindungAus dem Vinschgau über Goldrain ins Martelltal
GastronomieZufallhütte (2265 m), Mitte Februar bis Oktober, Tel. 0039/0473-74 47 85, www.zufallhuette.com; Marteller Hütte (2610 m), Anfang März bis Anfang Mai, Tel. 0039/0473-74 47 90, www.martellerhuette.com
Höchster Punkt
Köllkuppe (3330 m)

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Markus Meier, Janina Meier

Skitourenklassiker in den Alpen

50 traumhafte Skitouren zwischen Berchtesgaden und Zermatt, die sich niemand entgehen lassen sollte. Detailliert beschrieben und herrlich bebildert.

Jetzt bestellen
Tags: 
Mehr zum Thema