Hochwannig

Der Anstieg durch das Kar ist noch relativ einfach, denn das Kar steilt erst nach oben hin deutlich auf. Lawinengefahr: Das Kar und vor allem die Rinne sind sehr lawinengefährdet. Sichere Verhältnisse erforderlich (eher Frühjahrstour). (Autor: Janina und Markus Meier)
Ins Wannigkar.
Von der Talstation der Marienberglifte gehen wir am Rand der Piste bis zur Bergstation des ersten Sesselliftes. Wir folgen kurz der Piste, bis unter dem zweiten Lift nach rechts eine Forststraße in den Wald abzweigt. Nach dem breiten Weg mit wenig Höhengewinn lassen wir eine erste Abzweigung unberücksichtigt, bis wir einen kleinen Rücken kurz vor dem Ende der Forststraße erreichen. Wir folgen diesem, der teilweise sehr steil bis zu seinem Ende auf ca. 1600 Metern Höhe ansteigt. Hierher kommt man auch von der Bergstation des zweiten Sesselliftes.
Wir steigen noch kurz auf eine kleine Anhöhe vor dem Wannigkar. Die Steilrinne, die zum Gipfel führt, ist bereits sichtbar. Wir queren jetzt unter den Handschuhspitzen einen steilen Hang und erreichen so den Karboden. Direkt auf die Rinne zuhaltend gewinnen wir schnell an Höhe. Das Gelände wird immer steiler und verengt sich zum Schluss zu der Rinne, die zwischen Felsen hoch zum Kamm führt. Je nach Schneeverhältnissen ist es häufig günstiger, die Skier abzuschnallen und die letzten Meter zu Fuß zurückzulegen. Am Kamm angekommen, sehen wir bereits das Gipfelkreuz. Hier legen wir die Skier wieder an und kommen nach einer letzten Hangquerung am geräumigen Gipfel des Hochwannig (2493 m) mit seinem großen Kreuz an. Der Hochwannig bietet wirklich eine grandiose Aussicht. Während sich unter uns die Fernpassstraße entlangschlängelt, wird darüber der Blick zur eindrucksvollen Fernpassrinne frei, die zum Tagweidkopf führt (auch ein spannendes Skitourenziel). Besonders beeindruckend ist aber der Blick nach Süden über das Inntal. Die nördlichen Stubaier und Ötztaler Alpen sind ein besonders schöner Blickfang.
Abfahrt.
Nachdem wir die Aussicht so richtig genossen haben, fahren wir zurück zur Einfahrt in die Rinne. Vorsichtig rutschen wir die ersten Meter ab. Bald wird die Rinne breiter und lädt zum genussvollen Schwingen ein. Im Karboden haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder fahren wir am Karausgang vor dem Aufstiegsrücken über schöne Hänge bis zur Forststraße auf 1300 Meter (über die schon bekannte Forststraße gelangen wir wieder zurück ins Pistengelände und zum Parkplatz), oder wir gelangen direkt zur Piste. Dabei halten wir am Karausgang auf die Lifte zu. Wir erreichen so problemlos die Piste neben dem Jochlift. Nun können wir einen kurzen Gegenanstieg bewältigen oder eine Einzelfahrt mit dem Lift nehmen, um anschließend auf den Pisten zum Parkplatz hinunterzuwedeln.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1470 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortBiberwier
AusgangspunktTalstation der Marienberglifte bei Biberwier
EndpunktTalstation der Marienberglifte bei Biberwier
TourencharakterDer Hochwannig ist eine perfekte Skitour. Relativ direkt geht es in das Wannigkar und durch eine schöne, steile Rinne hoch zum geräumigen Gipfel, der eine grandiose Aussicht vor allem in die Berge südlich des Inntals bietet. Wem die Tour zu lang ist, kann die Marienberglifte zu Hilfe nehmen und in gemütlichen drei Stunden den Gipfel erreichen. Durch eine sehr steile Rinne (über 40 Grad) erreicht man den geräumigen Gipfel. Die Tour kann durch Auffahrt mit den Marienbergliften verkürzt werden
Hinweise
Gehzeit. Biberwier-Wannigkar 2 Std., Wannigkar-Hochwannig 2.30 Std., Bei Liftunterstützung: Marienbergjoch-Wannigkar 0.30 Std.
KartentippAlpenvereinskarte 1:25 000, Blatt 4/1 Wettersteingebirge West
VerkehrsanbindungVon Garmisch-Partenkirchen über Lermoos nach Biberwier
GastronomieUnterwegs keine; im Skigebiet verschiedene Skihütten
Höchster Punkt
Hochwannig (2493 m)

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