Hochries (1568 m)

Fahrwege und einfaches, unerschlossenes Berggelände. Einfache und weitgehend flache Route.
Exposition: Norden / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
13 km
900 m
5.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz auf der Straße nach Süden und nach rund 200 Metern links abbiegen. Auf dem Fahrweg weiter, an der Abzweigung links und bei der Straßengabelung unter dem Zellboden die mittlere Variante wählen, die nach Süden über einen Rücken ansteigt. Nun auf dem Sommerweg an der Schmiedalm vorbei und gering ansteigend durch den Wald nach Süden weiter. Allmählich sich etwas links haltend zur Riesenhütte am Riesenberg hinauf. Dann flach über den langen Almboden der Riesenalm und links abdrehend zum Gipfelrücken hinauf. Auf ihm an einigen Dolinen und der Bergstation der Seilbahn vorbei und zum Hochrieshaus auf dem Gipfel.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied900 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktFrasdorf, Wanderparkplatz Lederer (665 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterEigentlich könnte man von Grainbach mit der Seilbahn zur Hochries auffahren. Doch sind die steilen Hänge auf der Nordseite des Bergs, die man abfahren müsste, um den Ausgangspunkt zu erreichen, für Skitoureneinsteiger keinesfalls geeignet. Deshalb wird hier die klassische, aber sehr flache und mit fast 8 Kilometern sehr weite Route vorgestellt. Belohnt wird man mit einer großartigen Rundschau und einer zünftigen Einkehrmöglichkeit auf dem Gipfel.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 10 (Chiemsee–Simssee)
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Prien oder Bernau; mit dem Auto von der A 8 (Ausfahrt Frasdorf) zum Ausgangspunkt
GastronomieHochrieshaus auf dem Gipfel
Tipps
Abfahrtsvariante Für Konditionsstarke Spezialisten. Während der flache, aber lange Aufstieg recht einfach ausfällt und außer an das Durchhaltevermögen keine besonderen Anforderungen stellt, geht es bei der Abfahrtsvariante ordentlich zur Sache. Dafür braucht man lawinensichere Verhältnisse und für die fast 500 Höhenmeter Gegenanstieg auch einwandfreie Kondition. Außerdem sind die Hänge ziemlich steil, weshalb man die Ski gut beherrschen muss. Wer sich das zutraut, fährt oder schiebt die Ski vom Gipfel auf ein tiefes Dolinenloch achtend über einen schmalen Rücken gegen Südwesten mehrmals auf und ab. Noch vor dem Karkopf links abdrehen und in steilen Lichtungen rasant bis zur Unteren Wiesenalm abfahren. Dort anfellen und durch den langen Talgrund gegen Nordosten an Oberwiesenalm, Grozach-Bergwachthütte und ab der Abergalm ziemlich steil rund 1.15 Std. ansteigen. Abfahrt bis vor die Laubensteinalm, dort abermals anfellen und zu einem Kreuz auf einem weiten, freien Mugel hinauf. Dort Felle abziehen und sich links haltend durch steile Pulverschneelichtungen zur Aufstiegsroute hinab. Auf ihr ins Tal zurück. Wer diese Variante absolviert, bringt es auf der Tour auf insgesamt rund 1400 Höhenmeter.
Informationen
Dauer 5 Std. ('3.30 Std. '1.30 Std.)
Unterkunft
Hochrieshaus auf dem Gipfel
Tourismusbüro
Frasdorf, Tel.: +49(0)8052/179625; www.frasdorf.com
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