Hochplatte, 1815 m

Die relativ schneesichere Route führt ab der Falkenmoosalm in meist angenehmer Neigung mit einer Problempassage auf die Gipfel»platte« mit Rundumsicht aufs nördliche Achental. Logische Linie und häufige Frequentierung geben die Route vor.
Exposition: Ost, Nordost / Lawinengefahr: gering bis mäßig (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
11 km
870 m
3.00 h
Aufstieg.
Vom Gasthaus Tirolerland auf freien Hängen nach Tiefenthal, dann südwestwärts auf dem weiterführenden Fahrweg aufwärts zu einer Kehre (ca. 1200 m) und a) den in weiter Nordschleife führenden Weg bis zum Beginn der Falkenmoosalm weiter verfolgen; oder b) über den hier abzweigenden Karrenweg westwärts aufwärts querend zu dieser abkürzen (apert früh aus). Über die freien Almflächen gerade weiter, abschließend etwas abfallend zur am Wochenende bewirteten Falkenmoosalm (1328 m). Dahinter a) relativ steil hinauf in lichten Wald und zum abgekürzten Fahrweg; oder b) auf der Fortführung des Fahrwegs in Nordschleife dorthin und kurz auf dem Fahrweg zum Ansatz des Hochplatte-Nordostrückens (ca. 1500 m). Links haltend (südwestwärts; geradeaus zum Juifen) über freie Almflächen aufwärts, relativ steil im Wald hinauf unter einen schmalen Rücken, den man in einer Links-Rechts-Schleife ersteigt, und wieder frei über einen Aufschwung aufwärts unter einen steilen Hang (1650 m). Hier ist bei hoher Lawinengefahr und für blutige Anfänger Ende.
Südquerung des Steilhangs (evtl. Lawinengefahr!) unter den flacheren Gipfelhang und über diesen westwärts hinauf zum Kreuz.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied870 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAchenkirch (916 m) Parkplatz an der B 181 neben dem Gasthaus Tirolerland (896 m)
TourencharakterEigentlich hatte ich diese Tour nur mitgemacht, weil der Klassiker halt in einen Führer über leichte Skitouren reingehört. Passenderweise war noch eine blutige Anfängerin dabei, und der Himmel war bedeckt: Alles deutete auf eine Arbeitstour ohne berauschende Erlebnisse hin. Nicht schlecht staunte ich daher, als es hinter der Falkenmoosalm in idealer Genussneigung, unterbrohen von kurzen flachen Passagen, teils über Almflächen, teils durch lichten Wald aufwärts ging. Und die Querung unterm Gipfelhang war für Einsteigerin Annett nur deshalb kein Problem, weil sie regelmäßig pistelt und kein ängstlicher Mensch ist. Bei eitel Sonnenschein saßen wir unterm Kreuz am oberen Ende der zirka 25° geneigten »hohen Platte« genau zwischen Achensee, Karwendel- und Rofangebirge. Und die Abfahrt? Außer dass ich ab und zu warten musste und natürlich bereits ein Haufen Spuren im Schnee waren – ein unerwarteter Schwung-Genuss!
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass-Wanderkarte (mit Skirouten) 1 - 50000, Blatt 182, Isarwinkel; Östereichische Karte 1:50000, Blatt 88
VerkehrsanbindungPkw - Von München auf der A8 bis Ausfahrt Holzkirchen und über Rottach-Egern und den Achenpass kurz vor den Ortsbeginn von Achenkirch und hier rechts hinauf (evt. Ketten). Man kann auch rechts in den Ort fahren, nach ca. 200 m parken und westwärts über einen Weg aufsteigen). ÖV: keine Anfahrt
GastronomieFalkenmoosalm (1328 m) seit 2011 nicht mehr bewirtschaftet!
Höchster Punkt
Hochplatte, 1815 m
Tags: 
Mehr zum Thema