Hochalplkopf (1770 m)

Fahrwege und unerschlossenes Tourengelände. Ab der Rohntalalm führt diese Skitour durch eine prächtige Landschaft. Sie ist bisweilen etwas steil und über der Waldgrenze zwischen Rappenklammspitze und Hochalplkopf nicht zu 100% lawinensicher.
Exposition: Osten / Lawinengefahr: Mittel! (Autor: Siegfried Garnweidner)
Die Route.
Aufstieg.
Vom großen Parkplatz am nördlichen Ortseingang von Hinterriß (neben dem Rißbach) auf Fahrwegen gegen Südwesten zur Rohntalstraße hinauf. Auf ihr anfangs gegen Nordwesten, nach einer Linkskehre im Wesentlichen gegen Westen gering ansteigend weiter. Meist ist die breite Straße bis zum Jagdhaus auf 1110 Meter Höhe geräumt. Dann auf dem Straßenverlauf durch das Rohntal hinaufspuren, bis der weite, flache Rohntalboden erreicht ist. Über ihn geradewegs hinüber, an der Rohntalalm rechts vorbei und hinter dem Jagdhaus in lichten Wald hinein. Nun mäßig steil nach Nordwesten hinauf und im schön gegliederten Hang im Großen und Ganzen dem Verlauf des Sommerwegs folgen. Über der Waldgrenze muss man einen nach Süden immer steiler abfallenden Hang queren, in dem bei ungünstigen Bedingungen ein gewisses Lawinenrisiko bestehen kann. Aus diesem Hang nach rechts, in den Sattel zwischen der markanten Rappenklammspitze und dem Hochalplkopf hinein. Im Sattel weiter rechts abdrehen und auf der Scheitelstrecke des breiten Rückens zum Hochalplkopf hinüber.
Abstieg.
Im Wesentlichen entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied850 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz in Hinterriß (928 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDer berühmte Berg über dem Rohntal ist die Rappenklammspitze, die bei versierten Skitourengehern ein gefragtes, aber im Gipfelbereich sehr schwieriges und gefährliches Gipfelziel abgibt. Mit deutlich weniger Adrenalinverbrauch lässt sich der Hochalplkopf ins skitouristische Visier nehmen. Dieser kaum besuchte Karwendelgipfel glänzt mit einem großartigen Anstieg und Gipfelblicken auf die benachbarten, scharf geschnittenen Karwendelberge, die ihresgleichen suchen. Das einzige Manko bleibt die Exposition der Tour. Denn in den ostseitigen, lichten Waldhängen verliert der Schnee schnell an Pulverqualität, wenn ihm die Sonne zu stark auf den Pelz rückt.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 26 (Karwendelgebirge; auch digital auf CD erhältlich)
VerkehrsanbindungBusverbindung von Lenggries über Fall; mit dem Auto von Lenggries, Achen- oder Tegernsee über Fall und Vorderriß zum Ausgangspunkt
GastronomieGasthaus Post in Hinterriß
Tipps
Weiter zum Rohnberg. Von der breiten Hochfläche des ersten Gipfelziels geringfügig abwärts in eine breite Senke und aus ihr zu einem unbedeutenden Buckel hinauf. Von dieser Erhebung geht es nun relativ steil links des Waldrandes nach Osten hinab und dem Grat folgend in lichtem Wald zum Gipfel des Rohnbergs (1771 m) hinauf.
Informationen
Dauer 3.30 Std. ('2.30 Std. '1 Std.)
Unterkunft
Gasthäuser in Hinterriß
Tourismusbüro
Vomp, Tel.: +43(0)5242/62616; www.tirol.at/vomp
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