Heigelkopf (1205 m)

Lange Fahrwege und unerschlossene Wald- und Wiesenhänge. Kurze Tour in beliebtem Berggelände, die alles bietet, was man auf Voralpentouren erwarten kann: lange Forststraßen, steile Waldabfahrten und freie Sonnenhänge, in denen der Schnee nicht immer pulvrig ist.
Exposition: Osten und Süden / Lawinengefahr: Sehr gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
5 km
460 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz bei der Wirtschaft erst einmal auf dem Fahrweg ein kurzes Stück nach Südwesten. Vor der Brücke wird dieser nach rechts verlassen. Die mit Wegtafeln angezeigte Aufstiegsroute verläuft am Waldrand, über freie Wiesen und bei etwa 1000 Meter Höhe in den Wald hinein. Dort geht es auf schmalem Schlepperweg ziemlich steil weiter bis zur neuen, extrem breiten Forststraße. Auf ihr eben ein Stück nach links weiter und auf den alten Schlepperweg rechts abbiegen. Über ihn nun wieder steil durch dichten Wald weiter, bis nach einem Flachstück der Waldrand und die Obere Hirschalm erreicht werden. Dort links abdrehen und einen freien Hang zum Gipfelkreuz hinauf. Der schönen Aussicht wegen sollte man von dort rund 30 Höhenmeter nach Norden abfahren und zum Kreuz auf dem unbenannten Punkt 1200 Meter aufsteigen.
Abstieg.
Bis zur breiten Forststraße entlang der Aufstiegsroute. Dann aber auf der Straße bleiben, rund 400 Meter weit gegen Osten und in einen freien, ziemlich steilen Hang nach rechts hineinschwingen. Flott zur Unteren Hirschalm hinab, dort wieder links halten, über zügige Südosthänge, weiter unten relativ flach zu den ersten Wohnhäusern und auf einem Fahrweg zur Waldherralm.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied460 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWackersberg, Ortsteil Lehen, Parkplatz beim Gasthaus Waldherralm (750 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterBei der Waldherralm beginnen gleich drei Skirouten. Den beiden Varianten auf Blomberg und Zwiesel widmen wir uns später (siehe Tour 11). Bevor man sich an diese interessanten Ziele heranwagt, kann man zur Einstimmung dem kleinen, unbedeutenden Heigelkopf einen Besuch abstatten. Der Heigelkopf ist nämlich ein selbstständiges Gipfelziel, das manchem Neuling durchaus genügen kann. Dies gilt ganz besonders, wenn auf den zur Sonne ausgerichteten Hängen die Schneequalität schon etwas nachgelassen hat.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 182 (Isarwinkel)
VerkehrsanbindungMit dem Auto von Bad Tölz über Wackersberg oder von Lenggries über Arzbach zum Ausgangspunkt
GastronomieGasthaus Waldherralm am Ausgangspunkt
Tipps
Direkter Anstieg über die untere Hirschalm. Schon bald nach dem Ausgangspunkt kann man rechts abbiegen und über freie Lichtungen zu einer Hütte hinauf spuren. An dieser vorbei und zum Jagdhaus bei der Unteren Hirschalm. Am Jagdhaus rechts, über einen steilen Hang hinauf, an dessen oberem Rand in den Wald hinein und auf die neue Forststraße. Auf ihr links bis zum Schlepperweg und diesem, wie oben beschrieben, zum Heigelkopf folgen.
Informationen
Dauer 2.15 Std. ('1.30 Std. '0.45 Std.)
Tourismusbüro
Wackersberg, Tel.: +49(0)8041/79928-0; www.wackersberg.de
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