Grubigstein (2233 m)

Die Skiarena am Grubigstein erlaubt brettelschonende Abfahrten schon bei geringen Schneehöhen. Nur der steile Gipfelanstieg wird bei solchen Verhältnissen zur Belastungsprobe für Material und Nerven des Tourengehers. Interessant ist übrigens die Schau vom Grubigstein. Die Mieminger Gruppe, das gewaltige Zugspitzmassiv und die südlichen Ammergauer Alpen jenseits des Zwischentorentals zeigen sich von dort oben in eindrucksvoller Schönheit. Den Hauptgipfel des Grubigsteins wird man mit Ski kaum besteigen können. Wir sollten uns mit dem Nebengipfel begnügen, der um etwa 30 Meter niedriger ist, aber ein eigenes Kreuz hat
Exposition - Nordosten / Lawinengefahr: Sehr gering (beim Gipfelanstieg allerdings hoch) (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
1200 m
4.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Liftparkplatz unter dem Wald nach Südosten und dann nach rechts in freie Hänge hinein und über den ausgedehnten Skihang nach Süden, später Südwesten in mäßiger Steigung bis zur Seilbahn-Mittelstation GrubigI (1338 m) aufsteigen. Auf der schattigen Piste durch einen steilen Waldhang gegen Westen hinauf, auf der Höhe von etwa 1500 Meter links abzweigen und in recht steilem Hang nach Süden weiter. Anschließend in einer breiten Lichtung in weit ausholenden Kehren hinauf, auf ein kurzes Stück nach Osten abdrehen, um dann wieder nach Süden aufzusteigen. Der Wald lichtet sich bei rund 1750 Meter, und die Route flacht etwas ab, führt unter mehreren Seilbahnkabeln hindurch und am Grubigsteinhaus (2028 m) südlich vorbei. Dort wird der Skipistenbereich verlassen und es geht stramm in den Gipfelhang hinein, der sich immer steiler nach Westen aufschwingt. Schließlich kommt man an einem oft überwechteten Grat an. Dort stellt man die Ski ab und geht die letzten 10 Meter gegen Norden zum Kreuz hinüber. Nur bei gutem Stapfschnee darf man den Übergang (zu Fuß) zum Grubigstein-Hauptgipfel riskieren.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute.

pistenskitour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1200 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLermoos, Parkplatz am nordwestlichen Sessellift der Grubigsteinbahn (1010 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterBis zum Gipfelanstieg verläuft diese Skitour im Pistenbereich und ist deshalb auch für Skitouren-Neulinge leicht zu bewältigen. Die Etappe über dem Grubigsteinhaus bis zum Gipfel ist allerdings ziemlich steil und bisweilen von Lawinen bedroht. Vorsicht, Wechten unmittelbar unter dem Gipfel!
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 5 (WettersteingebirgeZugspitzgebiet)
VerkehrsanbindungMit Bahn, Linienbus oder Auto ab Garmisch-Partenkirchen oder Reutte
GastronomieWolfratshauser Hütte und Gipfelhaus Grubigstein
Tipps
Abfahrtsvariante. Bei ordentlicher Schneelage (besser im Frühjahr) lohnt es sich, von der Aufstiegsroute nach links (Nordwesten) abzubiegen und auf der gering abfallenden Piste in Richtung Wolfratshauser Hütte abzufahren. In einem weiten Kar die Skipiste nach rechts verlassen und gegen Nordosten durch einen Graben hinunter, bis schließlich wieder die Piste erreicht wird, auf der man zum Ausgangspunkt hinausschwingt.
Unterkunft
Gasthäuser und Hotels in Lermoos
Tourismusbüro
Lermoos (Zugspitzarena), Tel.: +43(0)5673/2 401-100; www.zugspitzarena.com
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