Großer Weitschartenkopf, 1979 m

Über Forstwege leicht zu den Hängen unter dem Wartstein, diese steil hinauf zum Plateau. Am Schrecksattel kurz sehr steil und anspruchsvoll, weiter zur Traunsteiner Hütte leicht, nur mäßig steil zum Weitschartenkopf. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Aufstieg.
Vom Parkplatz auf der Zufahrtsstraße an den Gebäuden der Bundeswehr vorbei in gerader Verlängerung weiter. Die Straße beschreibt eine Kehre, nach der schon bald wieder Gebäude zu sehen sind. Noch vor ihnen führt nach rechts ein beschilderter Forstweg Richtung Neue Traunsteiner Hütte in den Wald hinauf. Auf diesem Forstweg steigt man durch den Wald auf bis zur Rastnock Diensthütte, 853 m. Kurz danach bei einer Verzweigung auf dem Fahrweg (rechts) weiter. So gelangt man zu einem Wasserbehälter. Oberhalb durch eine Waldschneise schräg rechts hinauf, bis man auf einem Weg einen tief eingeschnittenen Bach nach rechts queren kann. Die steile Flanke westlich des Bachgrabens hinauf. Unter den Felswänden schließlich nach links herausqueren. So erreicht man den letzten Steilaufschwung vor dem Schrecksattel, dem tiefsten Einschnitt der Schrofen- und Felswände. Am Schrecksattel, 1620 m, ist vorerst der höchste Punkt erreicht. Nach schräg rechts leitet die Straße hinüber zur Traunsteiner Hütte. Das Karstplateau ist sehr unübersichtlich und kuppig, bergauf und bergab gleitet man zur Neuen Traunsteiner Hütte, 1570 m, hinab. Sie taucht nach nochmals einer knappen halben Stunde ganz unvermittelt hinter einer Geländekante auf. Der Weiterweg zum Großen Weitschartenkopf führt von der Hütte ostwärts durch die Mulde und an der gegenüberliegenden Jagdhütte links vorbei. Somit gelangt man in ein Tälchen, das sich hangaufwärts verliert. Den anschließenden Hang schräg links steil aufwärts und über eine Geländekante auf die hier unten noch relativ flachen Hänge unter dem Weitschartenkopf. Diagonal nach links aufwärts unter dem Gipfel durch, bis man den Grat an einer Schulter gewinnen kann. Den Grat dann rechts hinauf, einem Steilstück rechts ausweichend, zum Gipfelkreuz des Großen Weitschartenkopfes, 1979 m. Bei der Abfahrt kann man bei sicheren Verhältnissen direkt hinunterfahren.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsspur.
Weitere Tour Wagendrischelhorn, 2251 m, von der Neuen Traunsteiner Hütte durch die Roßgasse, schwierig (1710 Hm, 6 Std., von der Hütte 2 ½ Std.).

schneesicherheit
4 ¾ Std. gesamt, 3 Std. zum Schrecksattel, 3 ½ Std. zur Neuen Traunsteiner Hütte, von dort zum Weitschartenkopf 1 ¼ Std.
1400 Hm gesamt, zum Schrecksattel 980 Hm, zur Neuen Traunsteiner Hütte 50 Hm Abfahrt mit kurzen Gegenanstiegen, zum Großen Weitschartenkopf 420 Hm ab Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied1400 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortBad Reichenhall, 472 m
AusgangspunktParkplatz vor dem Bundeswehrgelände, 640 m, südlich von Oberjettenberg, erreichbar von der B305 zwischen Unterjettenberg und Ramsau der Beschilderung Oberjettenberg folgend; Busverbindung über die B305.
TourencharakterBetrachtet man die wilden Flanken der Reiteralm, über die sowohl der Sommerweg wie auch unser Aufstieg verlaufen, dann denkt man gewiss nicht gleich an eine Skitour. Doch so abweisend, wie sich die Steilabstürze von unten präsentieren, ist der Aufstieg dann trotz aller Steilheit nicht. Bis zum Schrecksattel bewegt man sich an einem Nordhang, der fast immer über eine gute Schneelage verfügt und im unteren Teil zudem über eine Forststraße begangen wird. Auf dieser verläuft auch die Abfahrt.
Wer bereits im Hochwinter auf die Reiteralm möchte, muss aber auf wirklich sichere Lawinenverhältnisse warten. Üblicherweise erhält die Reiteralm erst bei Firn größeren Zulauf. Dann stehen neben dem Großen Weitschartenkopf auch einige andere (größere) Ziele offen. Speziell ab Ostern, wenn die Neue Traunsteiner Hütte geöffnet ist, gibt es Auswahl für ein sehr langes Wochenende, das man gewiss in guter Erinnerung behält.
Beste Jahreszeit
KartentippAV-Karte BY 20 Lattengebirge – Reiteralm 1 - 25.000
VerkehrsanbindungBad Reichenhall liegt an der Bahnlinie Freilassing – Berchtesgaden und ist über die A8, Ausfahrt Bad Reichenhall erreichbar.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig lawinengefährdet. Speziell der steile Hang zum Schrecksattel und die Hänge am Weitschartenkopf.
Informationen
Kur- und Verkehrsverein Bad Reichenhall, Tel.: +49/8651/60 63 03
Tags: 
Mehr zum Thema