Große Weitscharte, 1939 m

Mittelsteil zur Scharwandhütte, im Kar zunächst flach, dann aufsteilend. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
7 km
1000 m
3.00 h
Aufstieg.
Von der Talstation der Zwieselalmbahn quert man auf der Staumauer zur Westseite des Vorderen Gosausees. Über einen kurzen Wiesenhang steigt man in südwestlicher Richtung bergan, weiter auf der Trasse des Sommerweges durch einen Waldstreifen und in die Schneerinne, die von der Steinriese herabzieht – dem ersten großen Kar ab dem felsigen Donnerkogel. Diesen Geröllfächer steigt man schräg auf, weiter die steile Nordwestflanke des Vorderen Gosausees entlang, um auf eine Art Hangterrasse zu gelangen, die über den zum See hin abbrechenden Schrofenabbrüchen liegt. Auf diesem Absatz geht es nun ohne besonderen Höhengewinn nach Südosten zur Scharwandhütte, 1360 m. Hier biegt man rechts ab ins freie Weitschartenkar, das man nach einem kurzen Aufstieg durch lichten Wald an seinem nordöstlichen Eck erreicht. Der Weiterweg ist unzweifelhaft: Die Große Weitscharte, 1939 m, ist die niedrigste Scharte im hinteren Kar. Zuletzt steilt sich der Hang auf, die Scharte selbst eröffnet die Möglichkeit auch nach Südwesten zur Stuhlalm abzufahren – etwa im Rahmen einer Umrundung der Mandlkögel.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegslinie. Weitere Tour Steinriesenkogel, 2012 m, vom Vorderen Gosausee durch die Steinriese, mittel (1080 Hm, 2 ½ Std.).

schneesicherheit
3 Std. gesamt, bis zur Scharwandhütte 1¼ Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortGosau, 736m
AusgangspunktParkplatz unterhalb des Vorderen Gosausees, bei der Zwieselalmbahn, 933? ?m, Stichstraße von Gosau; von dort Busverbindung.
TourencharakterZwischen den wilden Zacken des Gosaukammes, der sich von der Zwieselalm zur Bischofsmütze erstreckt, verstecken sich unzählige Tourenmöglichkeiten. Einer der einfacheren und daher häufig begangenen Aufstiege führt vom Vorderen Gosausee in die Große Weitscharte. Beliebt ist das Weitschartenkar auch deshalb, weil man auf der Hangterrasse über dem Gosausee nur bis zur unbewirtschafteten Scharwandhütte queren muss. Dort öffnet sich die Landschaft in ein großes Kar. Es zeigt nach Nordosten, ist entsprechend schneesicher und wird oft noch im späten Frühjahr mit Firngleitern befahren. Den einstündigen Fußmarsch durch lichten Wald zur Scharwandhütte nehmen selbst so spät in der Saison viele gern in Kauf, wenn im Kar noch der Firn lockt.
Beste Jahreszeit
KartentippAV-Karte Nr.14 Dachstein 1 - 25 000
VerkehrsanbindungÜber Abtenau und Pass Gschütt oder von Nordosten über Bad Ischl.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig lawinengefährdet, vor allem die steilen Hänge zur Hütte und unmittelbar vor der Scharte.
Informationen
Tourismusverband Gosau, Tel.: +43/6136/82 95
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