Gran Paradiso

Schöner, abwechslungsreicher Anstieg auf einen berühmten Berg. Lawinengefahr: Da die Skitour in der Regel im Frühjahr unternommen wird, ist die Lawinengefahr meistens gering. Nach Neuschneefällen kann der Gletscher lawinengefährdet sein. (Autor: Janina und Markus Meier)
10 km
2230 m
8.00 h
Zum Rifugio Chabod.
Vom Parkplatz (1834 m) gehen wir durch einen schönen Lärchenwald zur Alp de Lavassey (2194 m). Über freies Gelände wandern wir höher zu P. 2483. Über einen steilen Schlusshang erreichen wir schließlich das Rifugio Chabod (2750 m).
Zum Gran Paradiso.
Am nächsten Morgen steigen wir im Licht von Stirnlampen über den Rücken hinter der Hütte zu P. 3110. Der Rücken geht unter der Nordwand des Gran Paradiso direkt in den Laveciau Gletscher über. Dieser führt uns durch einige Spaltenzonen bis zum Eselsrücken auf 3650 Metern. Von rechts mündet der Anstieg vom Rifugio Vittorio Emanuele II ein. Der Anstieg wird nun flacher und zieht in Richtung Becca di Moncorvé. In einem weiten Bogen steigen wir zur Scharte im Gipfelgrat an, die gleichzeitig das Skidepot bildet. Über den schmalen Grat (Bohrhaken) klettern wir zur Madonnenstatue. Der höchste Punkt des Gran Paradiso (4061 m) liegt allerdings etwas nördlicher und ist nur in leichter Kletterei (II) über den Grat erreichbar. Aber auch die Aussicht von der Madonna ist grandios. Sie reicht vom südlichsten Viertausender Barré des Ecrins über den höchsten Alpengipfel, den Mont Blanc, bis zur Monte Rosa, die uns ihre Südseite zuwendet.
Abfahrt.
Vorsichtig kraxeln wir über den Grat zurück zum Skidepot. Die Abfahrt erfolgt am Anstiegsweg. Am Gletscher muss man auf die Spalten achten. Da wir nicht zum Rifugio Chabod (2750 m) zurück müssen, können wir direkt zum Ende des Gletschers auf ca. 2500 Meter abfahren. Jetzt, je nach Schneelage, über den Sommerweg zurück zum Parkplatz oder bei guter Schneelage links des Baches bis zur Straße und auf dieser in einer Viertelstunde zurück zur Alpage Pravieux (1834 m).
Variante über das Rifugio Vittorio Emanuele II.
Der Anstieg über das Vittorio Emanuele (2775 m) ist etwas leichter als über das Rifugio Chabod, da der Gletscher so gut wie keine Spalten aufweist. Wir starten in Pont (1960 m) und gehen 20 Minuten flach taleinwärts, zweigen links ab und folgen dem Sommerweg, der über eine 400 Meter hohe Waldzone führt. Diese ist im Frühjahr teilweise schon ausgeapert. Nach der Waldzone folgen noch ein paar steilere Hänge zur Hütte.
Am nächsten Morgen gehen wir von der Hütte nordöstlich zum Moränengelände unterm Paradisogletscher. Über den Gletscher mit seinem Steilhang wandern wir in einigen Kehren hoch zum Eselsrücken. Hier kommt der Anstieg vom Rifugio Chabod (2750 m) herauf. Der Weiterweg führt, wie oben beschrieben, zum Skidepot und zum Gipfel des Gran Paradiso (4061 m).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied2230 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
StartortPravieux
AusgangspunktAlpage Pravieux (1834 m)
EndpunktAlpage Pravieux (1834 m)
TourencharakterDer Gran Paradiso (4061 m) ist ein attraktiver Ski-Viertausender. Obwohl in den Grajischen Alpen viele schöne Skiberge stehen, übt der Gran Paradiso die größte Anziehungskraft aus. Dementsprechend ist der Rummel an diesem Berg. Der hier beschriebene Anstieg über das Rifugio Chabod ist anspruchsvoller als der Normalweg, dafür nicht so überlaufen. Der Anstieg ist etwas anspruchsvoller, aber nicht so überlaufen wie der Anstieg vom Rifugio Vittorio Emanuele II. Der Gletscher hat einige Spalten und erfordert entsprechende Ausrüstung (Seil)
Hinweise
Gehzeit. Pravieux-Rifugio Chabod 2.30 Std., Rifugio Chabod-Grand Paradiso 5.30 Std.
KartentippIGC, Blatt 101 Gran Paradiso, La Grivola, Cogne
VerkehrsanbindungVon Aosta über Introd und Eaux-Rousses Richtung Pont bis nach Pravieux
GastronomieRifugio Frederico Chabod (2750 m), Mitte März bis Mitte Mai, Tel. 0039/01 65-955 74, www.rifugiochabod.com
Höchster Punkt
Gran Paradiso (4061 m)

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Region:
Italien
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