Goinger Törl, 2160 m, und Kleines Törl, 2111 m

Auf kurzen Passagen steile Hänge, gute Skitechnik erforderlich. Zum Goinger Törl zunehmend steiler, zum Kleinen Törl noch steiler. Harscheisen empfehlenswert. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
9 km
1330 m
4.00 h
Aufstieg.
Unmittelbar hinter der Griesner Alm links über die Brücke und jenseits des Baches auf einer Almstraße talaufwärts, bis man aus dem Wald unter einem großen, freien Hang (Russenleiten) herauskommt. Hier links hinauf zum Waldrand. Nach zwei Serpentinen auf der Almstraße zweigt in der dritten Kehre der beschilderte Weg zur Fritz-Pflaum-Hütte nach links ab und quert den Bachgraben aus. Jenseits im Wald der Sommerwegtrasse folgend, nur mäßig steigend bergan und nach dem Waldstück in die untere Auslaufrinne des Griesnerkars. Diese wird überquert, um auf dem östlichen Begrenzungsrücken weiter aufzusteigen. Somit erreicht man die hier breite und gut gangbare Karschüssel, die weiter oben vom Kleinkaiser in zwei Äste geteilt wird. Auf ca. 1700 Meter Höhe muss man sich entscheiden, ob man rechts haltend zum Goinger Törl oder geradeaus über zwei unproblematische Karabsätze zur Fritz-Pflaum-Hütte, 1866 m, aufsteigen möchte, was für Skitourenneulinge empfehlenswert ist. Fortgeschrittenen raten wir zu einer Rundtour - rechts haltend über einen schwach ausgeprägten Rücken in die westliche Karschüssel und über eine Karstufe bis unter den Sattel zwischen Kleinkaiser (links) und dem Hauptmassiv rechts. Hier kann man bereits – ohne den Sattel zu berühren – rechts die Hänge hinaufsteigen ins Goinger Törl, ca. 2160 m.
Abfahrt.
Über den rasanten Osthang hinab und etwas rechts haltend zu dem Sattel, ca. 1950 m, der nahezu im Süden des Kleinkaisers liegt.
Aufstieg.
Direkt nach Süden den anfangs breiten Hang, der zunehmend steiler und oben zu einer schmalen Rinne wird, ggf. die letzten Meter zu Fuß hinauf ins Kleine Törl, 2111 m.
Abfahrt.
Die Rinne hinab und den folgenden Hang stark rechts haltend weiter bis zum flachen Boden (ca. 1870 m) ziemlich genau südlich der Fritz-Pflaum-Hütte, 1866 m. Zum Schluss wenige Meter ansteigend dorthin. Nun nordwestwärts das gestufte Kar hinab und auf dem Aufstiegsweg zurück. Dazu im unteren Teil des Kares nicht links in die Rinne (hohe Felsstufe, bei entsprechender Schneelage fahrbar, schmal und sehr steil), sondern auf ca. 1450 Metern rechts heraus und auf der Rampe des Aufstiegswegs hinab und erst im Auslaufbereich der Rinne nach links zum Waldstück. Nach dem Wald entweder gleich die erste Rinne hinab (eng und steil) oder auf dem Aufstiegsweg zur Russenleiten queren und den schönen Hang hinunter. Gemeinsam auf dem letzten Stück Almstraße zur Brücke bei der Griesner Alm.
Weitere Tour Pyramidenspitze, 1997 m, von Köllenberg oberhalb Ebbs durchs Eggersgrinn, schwierig (1100 Hm, 3 Std.).

schneesicherheit
4 Std. gesamt, bis zur Verzweigung Goinger Törl/Fritz-Pflaum-Hütte 2 Std., bis zum Goinger Törl 1 ¼ Std., zum Kleinen Törl ½ Std. zusätzlich
1330 Hm gesamt, bis zur Verzweigung Goinger Törl/Fritz-Pflaum-Hütte 710 Hm, bis zum Goinger Törl 460 Hm, zum Kleinen Törl 160 Hm zusätzlich

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied1330 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortKössen, 589 m
AusgangspunktParkplatz an der Griesner Alm, 988 m. Von Kössen Richtung St. Johann und in der Griesenau (Busverbindung nur bis hierher) rechts zur Griesner Alm über Mautstraße, ab Ende März befahrbar. Ansonsten ca. 4 km (250 Hm) Mehranstieg (ca. 1 ½ Std.) entlang der Langlaufloipe oder Transfer durch Wirt der Griesner Alm.
TourencharakterEulen nach Athen tragen hieße es, wenn man das Griesnerkar als Skitour loben würde. Im Frühjahr, wenn die Mautstraße in die Griesenau geöffnet wird, stehen die Tourengeher schon in den Startlöchern, um als Saisonabschluss ins Griesnerkar zu gehen. Das eng eingeschnittene Kar, ganz nach Norden ausgerichtet, hat im April und Mai praktisch immer ausreichend Schnee. Viele schätzen es auch, dass mit der unbewirtschafteten Fritz-Pflaum-Hütte, dem Goinger Törl, dem Kleinen Törl und dem Schönwetterfensterl vier Ziele zur Auswahl stehen, von relativ einfach bis anspruchsvoll. Zwei dieser Ziele kombiniert diese Tour, am dritten – der Fritz-Pflaum-Hütte – kommt man automatisch vorbei. Unterschätzen sollte man den Aufstieg im Griesnerkar jedoch nicht, wenn er morgens noch eine harte Spur aufweist. Weiter oben sind die Anstrengungen dann schnell vergessen, sobald man die Szenerie der Kaiserwände vor sich hat.
Beste Jahreszeit
KartentippAV-Karte Nr. 8 Kaisergebirge 1 - 25.000
VerkehrsanbindungVon der Inntalautobahn, Ausfahrt Oberaudorf nach Kössen, von Norden über Marquartstein oder von Osten über Reit im Winkl.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig lawinengefährdet, diverse Steilstufen im eigentlichen Kar!
Informationen
Tourismusverband Kössen-Schwendt, Tel.: +43/5375/62 87
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