Galtjoch (2109 m)

Fahrwege, freies Tourengelände und teilweise Wald. Für Einsteiger relativ anspruchsvolle Skitour. Besondere skifahrerische Schwierigkeiten gibt es allerdings nicht. Am Gipfelkamm besteht bisweilen eine gewisse Gefahr durch Wechten. Zum Ausgleich für die herrlichen Pulverschneehänge am Gipfel muss eine stellenweise etwas enge Waldabfahrt hingenommen werden. Und am Ende der Abfahrt wird man von einem 130-Höhenmeter-Gegenanstieg erwartet. Das kostet Kraft.
Exposition: Osten / Lawinengefahr: Überwiegend gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
Die Route.
Aufstieg.
Die Tour beginnt mit einer Abfahrt. Vom Ausgangspunkt schwingt man zunächst gut 100 Höhenmeter auf stark abfallenden Wiesenhängen zum Rotbach hinunter. Nachdem man diesen auf einer breiten Brücke überschritten hat, folgt man anschließend einem Sträßchen nach Süden. Der Fahrweg steigt über einem tiefen, wilden Graben gering an und verzweigt sich südlich der Almsiedlung Rotbach. Dort rechts abbiegen und über freie Wiesenhänge nach Rotbach (1371 m). Am oberen Rand der weiten Lichtung schlüpft man durch eine Öffnung im Weidezaun und gleich darauf geht es kurz wieder auf einen Fahrweg. Diesen schon bald nach links (gegen Norden) verlassen und der Skiroutenmarkierung folgen. Anschließend auf dem Sommerweg bzw. der Skiroute durch den Wald zur Ehenbichler Alpe. Bei der Bergwirtschaft links schwenken und südöstlich der Abendspitze in herrliches, baumfreies Wedelgelände hinein. Mit freiem Blick zum Gipfelbereich des Galtjochs zieht sich die Spur am südseitigen Hang unter der Abendspitze zur tiefsten Stelle des Gratverlaufs zwischen Abendspitze und Galtjoch hinauf. Auf dem Grat links weiter und über ihn gegen Westen zum ausgedehnten Gipfel.
Abfahrt.
Im Wesentlichen entlang der Anstiegsroute. Leider muss man vom Rotbach etwa 20 Minuten in mühseligem Gegenanstieg (Felle!) wieder nach Rinnen hinauf.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied970 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz an der Fahrstraße etwa 500 m südlich von Rinnen (1271 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterWenn der Winter früh ins Land zieht, lassen sich schon Ende November in der Liegfeistgruppe schöne Skitouren durchführen. Das Lawinenrisiko bleibt normalerweise in Grenzen, sodass dem Skivergnügen nichts im Wege stehen dürfte. Am Galtjoch wird man von einer großartigen Berglandschaft erwartet.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 4 (FüssenAußerfern)
VerkehrsanbindungBahnverbindung von Garmisch-Partenkirchen oder Füssen nach Bichlbach-Berwang, von dort Busverbindung; mit dem Auto von Füssen über Reutte oder von GarmischPartenkirchen über Lermoos nach Bichlbach und von dort nach Rinnen
GastronomieEhenbichler Alpe (im Winter manchmal geöffnet)
Tipps
Zur Abendspitze. Ein landschaftlich schöner, aber skifahrerisch weniger interessanter Abstecher führt vom Gipfelgrat gegen Nordosten zur 1962 Meter hohen Abendspitze.
Unterkunft
Gasthäuser und Hotels in Rinnen
Tourismusbüro
Berwang, Tel.: +43(0)5674/8268; www.tirol.at/berwang
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