Fockenstein, 1562 m

Landschaftlich eindrucksvolle Skitour ohne besondere Schwierigkeiten. Etwas weit mit etlichen Gegenanstiegen bei der Abfahrt. Oberhalb der Neuhüttenalm nicht ganz lawinensicher.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
63 km
800 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz etwas gegen Westen abwärts, über den Zeiselbach und in den Wald hinein. Auf dem geräumten Fahrweg sehr gering ansteigend neben dem Zeiselbach durch den Wald dahin. Bei einer Straßenabbiegung auf der Höhe von 1000 m links halten und etwas steiler weiter. Man kommt an etlichen Unterständen vorbei. Nach einem Linksknick des Wegs führt die Route endlich aus dem Wald heraus und über freie Hänge zur Aueralm hinüber. An der Alm vorbei und sehr flach, zwischendurch sogar etwas abwärts, auf dem Sommerweg zur Neuhüttenalm. Von der Alm in der gleichen Richtung weiter zum Sattel zwischen Neuhütteneck und Fockenstein. In der Einsattelung rechts und in weitem Bogen über Wiesen und lichten Wald, ganz zum Schluss etwas steil, durch die Felsen von Süden her auf den Gipfel.
Abfahrt.
Anfangs in jedem Fall entlang der Aufstiegsroute. Bei gutem Firn kann man von einem freien Vorgipfel über steile Osthänge mit Hochgenuss direkt zur Neuhüttenalm hinunterwedeln. Ab der Aueralm auf der markierten und präparierten Skiabfahrt an der Wachselmoosalm vorbei, über Wachselmooseck und Zwergelberg flach gewellt dahin und zum Schluss auf der Skipiste sehr steil zum Gasthaus Sonnenbichl hinab.

kindgerecht
Exposition - Nordosten und Süden

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour63 km
Höhenunterschied800 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz am Sonnenbichl (830 m)
EndpunktParkplatz am Sonnenbichl (830 m)
TourencharakterDer Weg ist das Ziel! Dies gilt ganz besonders für den Fockenstein, denn dort zählt in erster Linie das Landschaftserlebnis beim Aufstieg und auch bei der Abfahrt. Eine pfundige Aussicht und berauschende Tiefschneehänge kann man nur in Gipfelnähe erwarten, der Rest der Tour fällt eher beschaulich aus, und beim Rückweg muss man sogar ein paar »anregende« Gegenanstiege in Kauf nehmen. Die kleine Tour über dem Tegernsee wird besonders im Hochwinter zum tief greifenden Erlebnis, wenn die Wälder tief verschneit sind und Väterchen Frost mit voller Kraft zuschlägt.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee – Schliersee – Wendelstein)
VerkehrsanbindungBus ab Bahnhof Tegernsee; mit dem Auto von der A8 Ausfahrt Holzkirchen auf der B318 über Gmund nach Bad Wiessee; von hier nach Westen zum Ausgangspunkt
GastronomieAueralm am Buchetskogel (ganzjährig geöffnet)
Tipps
Kindereignung. Diese kleine Skitour eignet sich gut für Kinder ab etwa 11 Jahren. Zwischenziel. Will sich jemand den etwas hakeligen Gipfelanstieg (und damit leider auch die schönsten Abfahrtshänge) sparen, biegt er über der Neuhüttenalm zum unbedeutenden, 1408 m hohen, Neuhütteneck ab und beendet dort die Tour.
Höchster Punkt
Fockenstein, 1562 m
Unterkunft
Aueralm am Buchetskogel (ganzjährig geöffnet)
Tourismusbüro
Bad Wiessee, Tel.: 08022/8603–0; www.bad-wiessee.de
Tags: 
Mehr zum Thema