Feldalpenhorn 1920 m

Die traumhafte Genuss-Skitour führt fast durchwegs über Almflächen mit meist mäßiger Neigung. Nachteil: Sie ist nach Schneefällen sehr beliebt und schnell verspurt. Lawinengefahr besteht allenfalls im Kammbereich.
Exposition: West / Lawinengefahr: gering bis mäßig (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
6 km
1000 m
3.00 h
Aufstieg.
Östlich der Straße über eine Almfläche leicht aufwärts und rechts haltend zu einem Durchgang zwischen zwei Waldstücken. Dahinter links und über die Untere Prädastenalm in Serpentinen ostwärts hinauf, bis die oben schlauchartige Almfläche endet. Die kurze Waldpassage überwindet man auf dem Fahrweg. Anschließend über die stellenweise steile und bucklige Obere Prädastenalm teils unter Ausnutzung des Fahrwegs weiter hinauf und unter einem Steilhang mit Jungfichten links (nordostwärts) aufwärts zu einem Durch-schlupf. Vor der Vorderen Feldalm rechts, über den an-fangs sehr breiten freien Rücken ostwärts hinauf zum Kamm und links zum bereits bei der Vorderen Feldalm sichtbaren Gipfelkreuz.
Abfahrt.
Bis auf einige (umfahrbare) Steilstufen und (nicht umfahrbare) Buckel auf der Oberen Prädastenalm problemlos entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortAuffach in der Wildschönau (869 m)
AusgangspunktGeräumter Parkplatz/ Haltestelle (ca. 950 m)
TourencharakterPreisfrage eins: Wohin fährt man am besten nach schweren Schneefällen, um frei von Lawinenangst den Tiefschnee zu genießen? Preis-frage zwei: Wo findet ein Anfänger eine leichte Abfahrt, die nicht in einem dichten Wald oder auf einem langweiligen Forstweg endet? Die Antwort lautet in beiden Fällen: Feldalpenhorn. Leider kennen viele die angenehmen Eigenschaften dieses unscheinbaren Berges, so dass man hier bereits kurz nach einem Schneefall schon ganz schön suchen muss, um einen Flecken unverspurten Pulvers zu finden. Auf der Unteren Prädastenalm mit ihren locker verstreuten Häuschen, die sich unter der weißen Last zu ducken scheinen, be-kommt man einen ersten Eindruck von der Schönheit der Tour. Von der Oberen Prädastenalm leitet ein buckliger »Anfängerkiller« zu den winterlichen Reizen der Waldgrenze: Die einzelnen und in Gruppen stehenden Fichtenzwergerln sind von der Schneeoberfläche bis zum Wipfel in dicke Schneezuckerwatte gehüllt, und ein lichtes Wäldchen leuchtet in der tief-stehenden Dezembersonne in den glühendsten Orangetönen. Weil unsere Vorgänger die Direktabfahrt übersehen haben oder Lawinen befürchteten, können wir in jungfräulichem, stiebendem Pulver die 200 Höhenmeter zur Vorderen Feldalm hinunterschweben. Die übrige Abfahrt artet zunehmend in eine berauschende Raserei durch die letzten zusammenhängenden Pulverflächen zwischen zerpflügten Tiefschneeinseln aus. Mit Einbruch der Dämmerung ist unsere gelungene Nachmittagstour beendet, bei der wir einsam und allein auf einem der überlaufensten Skiberge Österreichs gestanden haben…
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippAV-Karte 1 - 50000 (mit Skirouten), Blatt 34/1, Kitzbüheler Alpen; Kompass-Wanderkarte (mit Skirouten) 1:50000, Blatt 28, Achensee-Rofan-Zillertal
VerkehrsanbindungAuto - Auf der Inntal-Autobahn bis Ausfahrt Wörgl. In Wörgl links ab nach Wildschönau. Hier vom Hauptort Auffach 2 km talein bis Schwarzenau (letzte be-wohnte Häuser) und ca. 250 m weiter zu einem Parkplatz mit Bushaltestelle. ÖV: Auf der Inntalstrecke bis Wörgl, umsteigen auf den Bus nach Wildschönau und mitfahren bis zur Endstation.
Gastronomiekeine
Informationen
Variante. Die bis 30° steile Direktabfahrt vom Gipfel zur Vorderen Feldalm ist mäßig lawinengefährdet.
Höchster Punkt
Feldalpenhorn 1920 m
Unterkunft
keine
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