Eiskogel, 2321 m, und Scheiblingkogel, 2289 m

Ab der Hackelhütte teils steile Hänge und Querungen. Skitechnisch mittelschwer, Harscheisen empfehlenswert. Nur bei guter Sicht, schwierige Orientierung. Insgesamt hochalpin. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Aufstieg.
Vom Parkplatz Fromm in der Wengerau geht es in nordöstlicher Richtung bis zum Waldrand und weiter bis kurz vor einen Lawinengraben. Der Weg ist hier auch im Winter zu erkennen, er führt nach rechts und über Serpentinen den bewaldeten Hang hoch. Oberhalb der Waldgrenze hält man sich schräg links (weiterhin nordöstlich) die Schneehänge hinauf zur sichtbaren Hackelhütte, 1531 m. Von der Hackelhütte behält man die bisherige Gehrichtung bei und steigt schräg den Hang hoch. So kommt man an einen breiten Rücken, hinter dem sich das weite Kar zur Tauernscharte öffnet. Hierher gelangt man auch, wenn man vom Parkplatz in nordöstlicher Richtung die Wiese aufsteigt, schon bald den Bachgraben nach rechts quert und auf der breiten Schneise einer ehemaligen Skipiste in zwei großen Bögen auf den Rücken des Wenghofköpferls gelangt. Hier geht man jenseits auf der Ostseite auf einer Almstraße nur wenig steigend nach Norden zur Mühlbachalm und den Hang rechts an der Hackelhütte vorbei in nordöstlicher Richtung hinauf auf den Rücken. Um den Rücken herum und in das breite Kar, das zur Tauernscharte hochzieht. Vom »Brotzeitfelsen«, einem markanten Felsblock mitten im Kar, sind es noch ca. 200 Höhenmeter bis in die Tauernscharte, 2103 m, zuletzt zweimal rechts ausholend und Steilstücke umgehend. Von der Tauernscharte hält man sich schräg links (Nordwesten), fährt ca. 30 Höhenmeter ab in eine Mulde und steigt jenseits in gleicher Richtung auf, bis man unschwierig links den schönen Osthang des Eiskogels, 2321 m, ersteigen kann. Vom Eiskogel fährt man den Osthang wieder hinab bis auf ca. 2150 Meter Höhe und hält sich unten links (ab hier sporadische Stangenmarkierung) und um den Westhang der Schartwand leicht steigend herum. So gelangt man in die Scharte, ca. 2240 m, zwischen Schartwand rechts und der gleichförmigen Schneepyramide des Schubbühels links. Jenseits der Scharte geht es in der Ostflanke des Schubbühels links aufwärts zu einer Schulter, ca. 2300 m, kurz unter dem Gipfel, so umgeht man die tiefe Grube im Gratverlauf hinüber zum Bleikogel. Hinter der Schulter beginnt die Abfahrt aufs Plateau. Den schönen Hang hinunter und in Schussfahrt fast rein nördlich bis in die Tiefe Grube, ca. 2030 m. Nun beginnt der Aufstieg zum Scheiblingkogel, der als höchster markanter Schneeberg links des Felshorns der Schwerwand vom Beginn des Plateaus bereits sichtbar ist. Weiter in nördlicher Richtung bis kurz unter die Kammhöhe und in den Ostflanken einiger felsdurchsetzter Schneeköpfe hinauf, bis man kurz vor dem Gipfel links ausholend mit etwas Höhenverlust dem Kammverlauf zum Scheiblingkogel, 2289 m, folgt.
Abfahrt.
Im Nordosten des Gipfels steht ein markantes Felshorn, die Schwerwand. Links davon führt die »Schwerabfahrt« hinab, noch ein Kar weiter links die »Röth« und rechts der Schwerwand die »Wiesabfahrt«. Dazu geht es den Osthang des Scheiblingkogels links haltend hinab, bis man unter dem Felsaufbau der Schwerwand nach rechts über die Karschwelle in das nördlich gelegene Kar hinüberqueren kann. Ganz oben im Kar hält man sich dann weit rechts (Felsabbrüche links), im Mittelteil bleibt man am besten in der Karmitte und spätestens ab einer Höhe von 1600 Metern muss man ganz nach rechts unter die Wieswand, um so Steilabbrüche unschwierig zu umfahren. Somit erreicht man den Lawinenauslauf im Flachstück vor dem Ebnetriedel. Auf der Forststraße geht es links hinab, an der Rossberghütte, ca. 980 m, vorbei und nach einem weiten Rechtsbogen zum Abzweiger des Fußwegs. (Die Forststraße steigt hier an.) Diesen sehr steil hinab und nach dem Steilstück bei einem Schuppen wieder auf ein Sträßchen und dieses hinab bis zu einer großen Forststraßenkreuzung (Beschilderung Oberscheffau). Bei Schneelage am besten auf der linken Bachseite der Straße immer abwärts folgen. (An einer Verzweigung ist nur der Fußweg links bergauf beschildert.) Zuletzt flach am Bach entlang in die Winkelau und kurz auf der Fahrstraße zur Verbindungsstraße Golling – Abtenau. Links zur Bushaltestelle in Oberscheffau. Mit dem Bus nach Golling, weiter mit der Bahn nach Pfarrwerfen und mit dem Bus bis Werfenweng. Hier zu Fuß zum Parkplatz.
Weitere Tour siehe Tour Koreinhöhe

schneesicherheit
5 ¾ Std. gesamt für Aufstiege, wegen der Zwischenabfahrten ergibt sich aber ein Zeitbedarf von 6 ½ Std. bis zum Scheiblingkogel: zur Hackelhütte 1 ¾ Std., weiter zur Tauernscharte 1 ¾ Std.,

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied1800 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortWerfenweng, 901 m
AusgangspunktWengerau, 961 m, nordöstlich von Werfenweng, Parkplatz beim Gehöft Fromm; Bus nur bis Werfenweng.
TourencharakterDas Tennengebirge schließt östlich an die Berchtesgadener Alpen an und ist von diesen durch die tiefe Furche der Salzach getrennt. Wie das Hagengebirge jenseits, so bricht auch die östliche Fortsetzung, das Tennengebirge, in steilen Wänden zum Tal hin ab. Als eine der Skitourenmöglichkeiten springt aber auf der Südseite das große Kar zur Tauernscharte ins Auge, das über Werfenweng in die hochalpine Gipfelregion des Tennengebirges hinaufzieht.
Am besten ist es, wenn man gemeinsam mit Freunden bei gutem Wetter und sicheren Verhältnissen loszieht, bereits ein Fahrzeug am Zielort abstellt und sich nun an das Abenteuer Tennengebirgsüberschreitung macht. Man steigt auf zur Tauernscharte, von hier kann man über einige kleinere Gipfelerhebungen (Tauernkogel, Eiskogel, Schubbühel) immer auf Plateauhöhe bleiben, den gesamten Gebirgsstock überschreiten und entweder über den Bleikogel und die Tricklabfahrt nach Abtenau fahren. Oder, wie hier empfohlen, da der Westhang auf den Bleikogel oft abgeblasen und dann schneefrei ist, über den Scheiblingkogel steigen und eine der drei Abfahrtsvarianten nach Oberscheffau nehmen - über die Röth, die Schwer oder die Wies. Insgesamt ein langes Unternehmen in einer großartigen, einsamen Landschaft.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & berndt WK 393 Tennengebirge 1 - 50.000
VerkehrsanbindungNach Werfenweng über die Tauernautobahn, Ausfahrt Werfen; Busverbindung ab Pfarrwerfen.
Tipps
Lawinengefahr. Häufig lawinengefährdet, die Tour verlangt sichere Verhältnisse (am besten im Spätwinter) und sicheres Beurteilungsvermögen.
Informationen
Fremdenverkehrsverband Werfenweng, Tel.: +43/6466/42 00
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