Cristalloscharte

Anfangs flach, an der Engstelle kurz ca. 45°, evtl. Steigeisen nötig, im Hochkar noch mittelsteil. Lawinengefahr: Häufig lawinengefährdet, vor allem im Hochkar, kritisch auch die Lawinenstriche im Val Fonda. (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Aufstieg.
Vom Parkplatz hält man sich entweder im breiten, flachen Bachbett des Rio Val Fonda oder an seinem rechten Hochufer (anfangs kurz auf der Langlauf - loipe) in südwestlicher Richtung auf den Canyon zu, den der Maro - gnabach gebildet hat. Durch das von hohen Felswänden gesäumte Bachbett geht es ohne Schwierigkeit taleinwärts. Je nach Schneelage wird eine enger eingeschnittene Stelle links überwunden. Allmählich weitet sich das Tal und schließlich öffnet sich vor dem Talschluss auf einer Höhe von ca. 1940 Metern links ein Couloir. Das ist genau gegenüber jener Stelle, wo auch rechts die Felsmauer des Canyons zu einem nur noch ca. 10 Meter hohen Schrofenband wird (oft Eisfall).
Etwas rechts ausholend steigt man den Hang zum Beginn des Couloirs (ca. 2020 m) hinauf und überwindet die Steilstufe je nach Verhältnissen zu Fuß, evtl. sogar mit Steigeisen. Der Durchschlupf wird durch den linken Ast begangen. An seiner engsten Stelle am oberen Ende ist er ca. zwei bis drei Meter breit – abhängig von der Schneelage. Am oberen Rand auf ca. 2100 Metern öffnet sich das Gelände völlig unvermittelt und man steht in dem riesigen Cristallokar. Die Scharte zwischen Monte Cristallo und Piz Popena ist bereits zu sehen, man hält über den großen Karboden direkt auf sie zu. Erst zuletzt überwindet man – unterbrochen von flacheren Passagen – einige Hangstufen hinauf in die Cristalloscharte, 2808 m.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegslinie.
Weitere Tour.
sieheTour Corno d'Angolo

Skitouren in Südtirol

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied1330 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortSchluderbach
AusgangspunktParkplatz vor der Brücke Ponte de la Marogna, ca. 1480 m, wenig südlich von Schluderbach Richtung Misurina.
EndpunktParkplatz vor der Brücke Ponte de la Marogna, ca. 1480 m, wenig südlich von Schluderbach Richtung Misurina.
TourencharakterDie Cristalloscharte ist eine Ausnahmetour. Bezüglich ihrer Länge bleibt der Aufstieg zwar im Rahmen, die zu überwindende Steilheit ist jedoch etwas Besonderes, ebenso die landschaftlichen Eindrücke in dem riesigen Felszirkus des Cristallokars und später in der engen Scharte, wenn man auf die Südrinne hinabschaut oder auf die benachbarten Gebirgsgruppen. Je nach Verhältnissen ist die Engstelle mit Skiern gut durchzuschwingen oder auch mit Steigeisen vorsichtig abzuklettern. Jedenfalls sollte man sich für eine der Seiten entscheiden: Aufstieg und Abfahrt durch die Südrinne oder Aufstieg und Abfahrt durchs Cristallokar, denn beides ist technisch anspruchsvoll und man sollte die Verhältnisse für die Abfahrt bereits kennen.
Bei sicheren Verhältnissen wird die Tour selbst im Hochwinter bereits begangen, dann heißt es aber: warm anziehen, denn die Felsgipfel rundum schirmen die Sonnenstrahlen weitgehend ab.
Hinweise
4 Std. gesamt, bis zur Engstelle 1.75 Std.
KartentippTabacco-Karte Nr. 03 Cortina díAmpezzo 1:25 000
VerkehrsanbindungDurchs Pustertal über Schluderbach Richtung Misurina. Busverbindung von Toblach nach Schluderbach.
Informationen
Ufficio Informazioni Turistiche, Tel.: +39/0436/32 31, www.infodolomiti.it
Höchster Punkt
Cristalloscharte (2808 m)

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