Brünnsteinschanze, 1619 m

Die langgezogene Route ist relativ abwechslungsreich, wenn auch skifahrerisch nicht besonders interessant – also ideal für Tourenanfänger, die bei der Abfahrt gerade den Pflug beherrschen.
Exposition: Nord, Süd / Lawinengefahr: gering (Autor: Christian Schneeweiß, Siegfried Garnweidner)
9 km
750 m
2.00 h
Aufstieg.
Südostwärts (Schild Brünnstein) durch Wald auf einem Fahrweg um einen Rücken herum und hinauf zu einem anderen Fahrweg, der zu den freien Hängen des Auerbergs führt. Unter den Hängen an der Schoißeralm vorbei (940 m) auf dem Fahrweg ansteigend und mit einer Rechtskehre westwärts weiter zum oberen Ende des Hangs queren. Südwestwärts einschwenken und später den links ansteigenden Fahrweg nehmen, der unters freie Tal der Seelacher Alm führt (1305 m). Links haltend hinauf in dieses, am linken Rand südwärts aufwärts zu einer flachen Weitung (Schild Brünnsteinschanze) und links hinauf zur Gipfelkuppe (kein Gipfelkreuz).
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied750 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortBayrischzell (795 m)
AusgangspunktParkplatz mit Holzlager (800 m)
TourencharakterDie dem Brünnstein vorgelagerte Brünnsteinschanze ist eine durchwegs gemächliche Tour – zumal der DAV inzwischen von der steilen Abfahrtsvariante durch eine Waldschneise wegen Wildstörung abrät. Nichtsdestotrotz führt die Route abwechslungsreich durch weiße bucklige Almen, schneeüberzuckerte Wälder und pulverweiche Mulden. Von der wenig markanten, aber freien Gipfelkuppe der Brünnsteinschanze gewinnt man einen guten Überblick über das öst-liche Mangfallgebirge vom Wendelsteinmassiv mit seinen diversen Skirouten über den großen Traithen bis zum Trainsjoch und dem überm Inntal aufragenden Pendling (als einziger kein Skitourenberg). Östlich des Gipfels zieht sich ein Felsgrat vom Rotwandlspitz zum 1634 Meter hohen Brünnstein, dessen eigentlicher Gipfel allerdings normalerweise weder im Winter noch im Sommer (Wandergipfel 1619 m) bestiegen wird.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippBayer. Landesvermessungsamt 1 - 50000, Mangfallgebirge; KompassWanderkarte 1:50000, Blatt 8, Tegernsee-Schliersee
VerkehrsanbindungAuto - Auf der A8 bis Ausfahrt Weyarn und über Miesbach nach Bayrischzell. Gerade weiter, über die Serpentinen des Tatzelwurm zum Sattel am Skigebiet Sudelfeld und dahinter abwärts bis zu einem nach einigen Serpentinen scharf rechts abzweigenden, geräumten Fahrweg. Über einen Bach zum Parkplatz ÖV: keine Anfahrt
GastronomieGasthaus »Zum feurigen Tatzelwurm« (abwärts Richtung Oberaudorf)
Informationen
Variante. Man kann vom Gipfel auf dem breiten Kamm flach nordwärts abfahren (kurzes ebenes Stück), dann links haltend über einen Almrücken steil hinab zum Fahrweg unterhalb der Seelacher Alm. Auf der Forststraße wie beim Aufstieg abwärts bis zu ihrem Schwenk am oberen Ende des Auerbergs und über die relativ steilen Almhänge abkürzen – am besten erst gerade hinunter, dann mit einer Links-Rechts-Schleife eine Steilstufe umgehend.
Höchster Punkt
Brünnsteinschanze, 1619 m
Unterkunft
Gasthaus »Zum feurigen Tatzelwurm« (abwärts Richtung Oberaudorf)
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