Breitenstein (1622 m)

Unerschlossenes Berggelände, teilweise dichter Wald Beliebte, relativ einfache Hochwintertour. Die Abfahrt verläuft zum Teil auf engen Waldwegen.
Exposition: Westen /Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
9 km
830 m
2.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz über eine weite, nur leicht ansteigende Wiese nach Südosten hinauf. Man quert eine Forststraße und kommt weiter oben in den Wald hinein. Nun auf dem Sommerweg durch Wald und Wiesen in angenehmer Steigung bis zur Bucheralm. Von dort sieht man gut zum felsigen Westgipfel und zum Kreuz hinauf. Oberhalb der Bucheralm auf freiem Hang deutlich steiler gegen Südosten hinauf, allmählich in lichten Wald und an ein paar Felsen heran. Dort sich rechts haltend auf dem schmalen Sommerweg durch einen dichten Waldgürtel. Darüber wieder in freie, aber sehr felsige Hänge hinein. Über sie zu einem Jöchl. Von dort noch ein paar Minuten zu dem bei Skitourengehern beliebten Westgipfel, der es auf eine Höhe von 1575 Metern bringt. Zum etwas höheren Ostgipfel ist es noch ein Stück weiter: Man steigt über eine relativ ebene Fläche zum Gipfelfuß an und dann über den steilen Gipfelhang zum höchsten Punkt hinauf.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied830 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWinkl, Gasthaus Winklstüberl (798 m). Um das Winklstüberl gibt es einen großen Gästeparkplatz. Für Skitourengeher ist etwa 100 Meter weiter hinten ein eigener Parkplatz eingerichtet.
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDiese zünftige Voralpentour ist »gesegnet« mit etwas Waldverhau, vielen Felsen und groben Steinen in den Hängen oberhalb der Bucheralm. Man sollte deshalb eine hohe Schneelage abwarten, bevor man sich – meist mit vielen anderen Skitouristen, Wanderern und Schneeschuhgehern – zum fröhlichen Stelldichein auf den Weg zum Gipfel dieses Paradeskibergs von Fischbachau macht.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee–Schliersee–Wendelstein)
VerkehrsanbindungOberlandbahn bis Aurach, Busverbindung nach Winkl; mit dem Auto von Miesbach über Hundham oder von Kufstein über Bayrischzell und Fischbachau nach Winkl
GastronomieWinkl, Gasthaus Winklstüberl
Tipps
Mit List den schmalen Sommerweg Vermeiden. Der felsige Nordhang unter dem Jöchl beim Westgipfel wird umgangen, wenn man gleich nach links quert und neben dem Waldrand hinunterschwingt, wo der Schnee meist gut und unverspurt ist. Versierte Skifahrer folgen dann nicht dem schmalen, steinigen Sommerweg, sondern schieben ein kurzes Stück die Ski geradeaus zum Waldrand hinüber und fahren sehr steil und eng durch dichten Wald (auf Tiere achten!) zum Sommerweg hinab. Nur kurz auf ihm weiter und sich dann links haltend durch eine lange Waldschneise in die freien Hänge über der Bucheralm hinunter. Ab dort entlang der Aufstiegsroute. Zum Schweinsberg Wie wär's mit einem wenig bekannten Nachbargipfel? Relativ einfach lässt sich der Schweinsberg (1511 m) von Birkenstein über Kessel- und Kotalm besteigen.
Informationen
Dauer 2.30 Std. ('1.45 Std. '0.45 Std.)
Unterkunft
Gasthäuser in Fischbachau
Tourismusbüro
Fischbachau, Tel.: +49(0)8028/876; www.fischbachau.de
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