Brauneck (1555 m)

Nahezu ausschließlich Piste. Zwischendurch steile, aber lohnende Tour auf einen beliebten Skiberg. Keine besonderen Schwierigkeiten.
Exposition - Nordosten / Lawinengefahr: Gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
7 km
830 m
3.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Von der Talstation der Brauneckbahn geht es erst einmal recht flach auf breiter Skiwiese gegen Südwesten hinauf. Am Waldrand schwenkt die Piste dann etwas nach rechts und steigt zur Reiseralm weiter an. Dort schwingt sich der Hang deutlich auf und bleibt im Wesentlichen so. Immer der breiten Skiabfahrt folgend geht es durch ein paar Kehren und dann in weitem Linksbogen nach Südwesten weiter. Unter den Seilbahnkabeln der Brauneckbahn knickt der Anstieg rechts ab und führt zur Bergstation der Seilbahn mit dem neuen, riesigen Panoramarestaurant. Von dort folgt man dem Fußweg (oder geht links daneben) zum Gipfelkreuz auf dem Brauneck.
Abstieg.
Auf der Piste entlang der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied830 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLenggries, Talstation der Brauneckbahn (714 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterWenn die Seilbahn in Betrieb ist, sollte man nicht unbedingt mit Fellen aufs Brauneck steigen. Dafür ist der Betrieb auf der Piste zu heftig, und manchem kann angesichts der von Brettelrutschern und Snowboardfreaks erreichten Geschwindigkeiten angst und bange werden, wenn er hilflos mit den Fellen in der Piste steht. Also kommt man im November oder Anfang Dezember, wenn die Pisten schon verschneit, aber die Lifte noch ausgeschaltet sind. Oder man wartet gar bis nach der Saison. Dann kann man mit etwas Glück noch bis ins Tal hinunterwedeln, denn der Kunstschnee hält sich lange. So ein nahezu unvorstellbares Glück hatte ich schon mehrmals noch Anfang Mai. Übrigens, wer glaubt, die Pistenhänge am Brauneck wären absolut lawinensicher, irrt sich gewaltig. Im Winter 2006 ist am Garland eine Großlawine über die Piste hinübergerauscht, die noch Ende April zu sehen war. Also, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste ...
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 182 (Isarwinkel)
VerkehrsanbindungMit Bus oder Auto von Bad Tölz nach Lenggries und weiter zur beschilderten Brauneckbahn
GastronomieBrauneckhaus und Panorama-Restaurant
Tipps
Aufstieg über die Kotalm. Diese Alternative beginnt südlich von Lenggries in Wegscheid. Von der Liftstation am Draxlhang folgt man in Kehren dem Fahrweg zur Kotalm hinauf. Auf dem schmalen Sommerweg abzukürzen lohnt sich kaum, denn dieser verläuft steil durch dichten Wald. Stattdessen von der Kotalm nach Westen auf der Piste hinauf, am Kotigen Stein nördlich vorbei und etwas nach links abdrehen. Unter der Brauneckalm führt die Route wieder nach rechts und zur Seilbahn-Bergstation. Die restliche Strecke folgt der oben beschriebenen Route. Wer den Ausgangspunkt wieder erreichen will, muss entlang dieser Aufstiegsroute abfahren.
Informationen
Dauer 3.15 Std. ('2.30 Std. '0.45 Std.)
Unterkunft
Brauneckhaus und Hotels, Gasthäuser und Pensionen in Lenggries
Tourismusbüro
Lenggries, Tel.: +49(0)8042/500820; www.lenggries.de
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