Blomberg (1248 m) und Zwiesel (1348 m)

Interessante Anfängertour mit ein paar Schwierigkeiten bei der Abfahrt. Nicht schneesicher, aber selbst bei schlechtem Wetter oder relativ hoher Lawinengefahr möglich.
Exposition: Überwiegend Osten / Lawinengefahr: Sehr gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
Die Route.
Aufstieg.
Vom Parkplatz bei der Wirtschaft geht es auf dem Fahrweg kurz nach Südwesten. Vor der Brücke rechts abbiegen und bald darauf der mit Wegtafeln angezeigten Aufstiegsroute am Waldrand folgen. Bald geht es über freie Wiesen und bei etwa 1000 Meter Höhe in den Wald hinein. Nun ziemlich steil weiter und auf die neue, breite Forststraße. Ihr ein Stück gegen Norden folgen und nach links Richtung Blomberghaus abbiegen (Wegtafel). Dieser schmale Fahrweg führt durch den Wald gegen Nordwesten und verzweigt sich auf der Höhe von 1125 Metern. Dort rechts weiter, beim Skilift an der Sauersberger Alm in freies Gelände und an der Verzweigung beim Bergwachthaus nach links zum Blomberghaus. Der Aufstieg führt auf dem Fahrweg weiter und mündet bei dessen Rechtskurve auf einen breiten Höhenzug, der anfangs im Wald, zuletzt auf freien Wiesen nach Süden zum Kreuz auf dem Zwieselberg ansteigt.
Abstieg.
Entlang der Aufstiegsroute abzufahren macht keine Freude. Weitaus schöner wird es, vom Gipfel nur die ersten Meter auf der Anstiegsroute abzufahren und dann nach rechts zur Schnaiteralm gegen Osten hinunterzuschwingen. Unter der Schnaiteralm geradeaus weiter und dann etwas rechts in eine Waldlichtung. Über sie nun flott hinunter (Vorsicht, viele Steine), bis der Sommerweg in den Wald hineinführt. Auf ihm recht steil durch den Wald, bis nach einer Eisentreppe (Ski tragen) der Großbach gequert wird. Dann auf gering abfallendem Fahrweg zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied600 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWackersberg, Ortsteil Lehen, Parkplatz beim Gasthaus Waldherralm (750 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterAuf dem Blomberg war vermutlich noch nie jemand mit Ski. Diese Erhebung nördlich des Blomberghauses ist eigentlich nur der Standort eines Antennenmastes und als Tourenziel absolut uninteressant. Weitaus attraktiver ist das Blomberghaus, denn die Wirtschaft ist praktisch den ganzen Winter über geöffnet, und ein angenehmer Stützpunkt ist sie auch.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 182 (Isarwinkel)
VerkehrsanbindungMit dem Auto von Bad Tölz über Wackersberg oder von Lenggries über Arzbach zum Ausgangspunkt
GastronomieGasthaus Waldherralm am Ausgangspunkt
Tipps
Aufstieg über den Heigelkopf. Bis zum Heigelkopf folgt man einfach der bei Tour Heigelkopf beschriebenen Route. Vom unbenannten, dem Heigelkopf nördlich vorgelagerten Gipfelchen (Punkt 1237 m) quert man eben zur Skipiste und rutscht zur Bergstation der Blombergbahn ein paar Meter hinab. Von der Bergstation auf der Rodelbahn ein längeres Stück durch den Wald in geringem Gefälle und zum Blomberghaus hinauf. Der Rest verläuft wie oben beschrieben. Über Moar- und Gassenhofer Alm Will sich jemand den Umweg über den Heigelkopf und das Blomberghaus sparen, kann er auch über die Moaralm und die Gassenhofer Alm schön gemütlich auf den Zwiesel gehen. Diese Route verläuft moderat ansteigend viel durch lichten, aussichtsreichen Wald und wird erst unter dem Gipfel am Zwieselhang ein kurzes, sportliches Stück etwas steiler. Für die Abfahrt ist diese Route wegen ein paar geringfügigen Gegenanstiegen weniger geeignet.
Informationen
Dauer 2.45 Std. ('2 Std. '0.45 Std.)
Tourismusbüro
Wackersberg, Tel.: +49(0)8041/79928-0; www.wackersberg.de
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