Auerspitz, 1811 m

Lange Skiwanderung mit wenig berauschenden Abfahrten und etlichen geringfügigen Gegenanstiegen bei der Abfahrt. Sehr selten durchgeführt. Erstaunlich schöne Gipfelrundschau. Der lange Soingraben wird im Hochwinter nicht von der Sonne erreicht. Deshalb ist diese Tour kühl und weitgehend schneesicher. Wenn die steile Fahrstraße zum Sillberghaus vereist ist, kann sie sehr unbequem, bisweilen sogar gefährlich werden.
Lawinengefahr: gering (Autor: Siegfried Garnweidner)
8 km
990 m
5.00 h
Die Route.
Aufstieg.
Gleich hinter dem Parkplatz auf einer Brücke über den Bachgraben und auf dem Fahrweg Richtung Sillberghaus nach Süden. Ziemlich steil durch Mischwald hinauf, einen Felsenriegel entlang und nach 115 Höhenmetern durch eine Rechtskurve. An Sillberghaus und Sillbergalm vorbei und rechts abdrehend durch eine Waldlichtung auf der markierten Skiroute nach Norden hinauf. Schließlich wird ein Fahrweg erreicht, auf dem es nach rechts ziemlich eben weitergeht. Er führt in ein paar Kehren durch den Wald, um den Sillberg herum und dann gegen Westen in den Soingraben hinein. Ziemlich eben durch das breite schattige Tal nach Westen weiter und zur malerischen Soinalm. Dort wird es erstmals etwas steiler, aber noch lange nicht aufregend. Im leicht kupierten Gelände spurt man nördlich der lang gezogenen Maroldschneid gemütlich an der Ruchenkopfhütte vorbei zur kleinen Bergwachthütte, die zu Füßen wild aufragender Felsenwände an den Ruchenköpfen steht. Zwischen mächtigen Sturzblöcken und ein paar Latschenbüschen kommt man schließlich zum Sattel zwischen den Ruchenköpfen und dem Auerspitz. Dort links abdrehen und in ein paar weiteren ausholenden Kehren zum schmiedeeisernen Gipfelkreuz am Auerspitz.
Abfahrt.
Entlang der Aufstiegsroute

Exposition - überwiegend Osten

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied990 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBayrischzell, Parkplatz Beim schweren Gatter (825 m)
EndpunktBayrischzell, Parkplatz Beim schweren Gatter (825 m)
TourencharakterIm Rahmen der Rotwandreibe (siehe Tour Rotwand und Hochmiesing) wird der Auerspitz oft ganz nebenbei bestiegen, ohne dass dies von Skibergsteigern als besonderer Höhepunkt zur Kenntnis genommen wird. Dabei ist dieser nette Gipfel durchaus ein eigenständiges und lohnendes Tourenziel. Vor allem bei weniger optimalen Bedingungen bietet sich dieser Gipfel an, denn er ist weitgehend frei von Schwierigkeiten und alpinen Gefahren.
Hinweise
Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen. Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.
KartentippKompass Wanderkarte 1 - 50000, Blatt 8 (Tegernsee – Schliersee – Wendelstein)
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Bahnhof Bayrischzell; mit dem Auto von Schliersee über Bayrischzell ins Ursprungtal
GastronomieSillberghaus
Tipps
Zur Maroldschneid. Bei hoher Schneelage ist eine Gratwanderung mit Ski hinüber zur Maroldschneid (1698 m) grundsätzlich möglich, aber nicht besonders lohnend.
Informationen
Höchster Punkt
Auerspitz, 1811 m
Unterkunft
Sillberghaus
Tourismusbüro
Bayrischzell, Tel.: 08023/648; www.bayrischzell.de
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