Amertaler Scharte

Nach flachem Talboden Steilstufe (ca. 45°), die bei hartem Schnee heikel sein kann. Weiter gestuft mit immer wieder kurzen Steilstrecken. Lawinengefahr: Häufig gefährdet, große Einzugsbereiche und Steilstufen erfordern sichere Verhältnisse (Autor: Andrea und Andreas Strauß)
Aufstieg.
Vom Parkplatz geht man auf der rechten Bachseite ca. einen Kilometer durchs Amertal taleinwärts, bis man das erste Mal rechts eine durchgehende Schneerinne erkennt, die den sperrenden Felsriegel überwinden lässt, der das Tal einfasst. Über eine Rippe mit Erlensträuchern steigt man hier rechts die Flanke hinauf und immer steiler werdend über die Hangkante in das flache Gelände oberhalb (bis 45°, je nach Verhältnissen zu Fuß). Der Skiaufstieg folgt hier weitgehend der Trasse des Sommerwegs.
Aus dem flachen Kar oberhalb geht man in südlicher Richtung das Finsterkar aus und unter dem Teufelspitz hindurch und gelangt so in den flachen Karbereich nordwestlich des Amertaler Sees, 2276 m. Bei sicheren Verhältnissen kann man rechts um den See herumgehen und die Rippe ersteigen, die südlich des Sees auf den Felskamm zuzieht. Östlich dieser Rippe öffnet sich der letzte Hang zur Amertaler Scharte, 2699 m. Allmählich steiler werdend geht es in Spitzkehren bis zum Durchschlupf der Scharte hinauf, zuletzt unter Umständen auch zu Fuß. Die Scharte rechts des Amertaler Schartenkopfs ist dabei der niedrigste Übergang.
Abfahrt.
Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegslinie.
Weitere Tour.
Pihapperspitze, 2513 m, vom Berghof Hintermühl - eben über Vorderlachalm, mittel (1320 Hm, 3–4 Std.) oder Tourengebiet Rudolfshütte.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied1070 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortFelbertauerntunnel
AusgangspunktParkplatz am Nordportal des Felbertauerntunnels, 1632 m
EndpunktParkplatz am Felbertauerntunnel
TourencharakterDass das Amertal bei Tourengehern nicht höher im Kurs steht, mag verwundern, denn der Ausgangspunkt am Nordportal des Felbertauerntunnels ist leicht erreichbar und garantiert gute Schneelage. Im Talschluss allerdings sperrt ein Felsriegel, der über eine Steilstufe überwunden werden muss, sodass schon gleich zu Beginn der Unternehmung der sichere Umgang mit Skiern und Harscheisen gefragt ist. Landschaftlich gibt sich das Amertal wild und abwechslungsreich zugleich. Steigt man in die Scharte aus, öffnet sich nach Süden das große Landeggtal, umrundet von Großem Landeggkogel, Stubacher Sonnblick und Granatspitze. Hier leuchten ebenfalls Skihänge ohne Ende. Bei all diesen Unternehmungen wartet man aber auf wirklich sichere Verhältnisse, denn die Einzugsbereiche sind riesig und die Flanken steil.
Hinweise
3,25 Std. gesamt, bis zur Amertaler See 2 Std.
KartentippAV-Karte Nr. 39 Granatspitzgruppe 1:25 000
VerkehrsanbindungVon Mittersill im Salzachtal zum Felbertauerntunnel.
Informationen
Mittersill, Tel.: +43/6562/42 92
Höchster Punkt
Amertaler Scharte (2699 m)

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