Kessel-Alm – Birkenstein

Im oberen Bereich ist die Rodelbahn ziemlich kurvig und auch einigermaßen steil, der untere Abschnitt wird etwas sanfter. Durch die Südlage ist die Bahn nicht immer schneesicher. Ende Januar findet hier das bekannte Hornschlittenrennen statt.
Anstieg und Rodelbahn befinden sich auf einer gemeinsamen Trasse, deshalb sollte man aufmerksam hoch wandern und vorausschauend abfahren. Offizielle Rodelbahn, meist geräumt. (Autor: Johann Mayr, Nicola Förg Hrsg. Matthias Busch)
Aufstieg.
Vom Wanderparkplatz aus kurz nach der Wallfahrtskirche geht man zurück auf die Straße, dann rechts den Forstweg hinauf. Vorerst zieht sich der Weg mit mäßiger Steigung durch den Wald nach oben. Nachdem man sich etwas eingelaufen hat, wird der Weg langsam steiler. Nach insgesamt einer Viertelstunde kommt eine Weggabelung, bei der man sich rechts hält. In den nächsten 15 Minuten, die etwas flacher sind, holt man ein bisschen Schwung, um das steilere Stück in der folgenden halben Stunde gut zu meistern. In engen Serpentinen zieht sich der Weg den Berg hinauf. Nach insgesamt etwa 45 Minuten Gehzeit lässt man den Wald hinter sich und wandert immer noch stetig steil über Waldwiesen weiter. Nach einer guten Stunde sieht man die Hütte oben direkt vor sich.
Abfahrt.
Die ersten Meter liegen im Blickfeld der Terrasse der Kessel-Alm, also sollte man sich keine Blöße geben und sein Zittern tapfer unterdrücken. Schuss fahren geht hier nicht, alle hundert Meter braucht man sein Lenkvermögen, um nicht aus den kräftigen Kehren zu fliegen. Liegen die Serpentinen hinter uns, wird die Bahn etwas gemütlicher. In langer, von wenigen Kurven unterbrochener Fahrt geht der Weg talwärts.
Im letzten Drittel wird die Bahn etwas unübersichtlich: im Zweifelsfall durch Rufe auf sich aufmerksam machen. Achtung am Schluss der Tour: Hier muss man abbremsen, damit man nicht in den öffentlichen Straßenraum fährt.

rodeltour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied430 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortFischbachau-Birkenstein
TourencharakterHoch über der Wallfahrtskirche Birkenstein findet der geübte Rodler eine recht flotte Bahn. Liebhaber von Kurvenstrecken kommen hier zum Zug, versüßt wird der etwas anstrengende Aufstieg durch eine klassisch schöne Fernsicht von einer urigen Hütte aus.
Hinweise
Durchschnittsgefälle 18%
KartentippTopografische Karte Mangfallgebirge, Maßstab 1 - 50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München
VerkehrsanbindungAutobahn A 8 München – Salzburg bis zur Ausfahrt Weyarn, weiter durch Miesbach Richtung Bayrischzell bis Fischbach, weiter nach Birkenstein, am Ortsende Wanderparkplatz Mit der Bahn bis Miesbach oder Fischbachau-Hammer. Umsteigen in Bus 9552 nach Birkenstein, Ausgangspunkt ist das Ortsende von Birkenstein.
GastronomieEmpfehlenswert ist der Gasthof Bergmühle in Birkenstein (Tel. 08028/732), bayerische Küche, Ruhetag - Donnerstag. Kuchenfreunde kommen von weit her mit Bussen ins Winklstüberl zwischen Elbach und Fischbachau.
Tipps
Die Marienwallfahrtskirche, ein zweigeschossiger kleiner Bau von Johann Mayr, wurde 1710 anstelle einer kleinen Kapelle mit spätgotischer Marienfigur, erbaut. Die Wände der kleinen Kirche sind über und über mit Engeln und Votivtafeln bedeckt, hier können ängstliche Rodler Kerzen stiften, damit sie unversehrt von der Kessel-Alm zurückkehren.
Informationen
Viel Platz ist nicht in der Kessel-Alm (1285 m). Aber auch wenn sie voll ist, versucht die freundliche Familie Wetscher (Tel. 08028/26 02 oder 0174/6 16 53 20) ihre Gäste gut zu bewirten. Übernachtungsmöglichkeit gibt es auf Anfrage in 30 Lagern und 6 Betten. Geöffnet ist unter der Woche abends ab 18 Uhr (wenn Rodeln möglich ist), am Wochenende, in den Weihnachts- und Faschingsferien 10–18 Uhr.

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