Hocheck – Oberaudorf

Bei guten Schneeverhältnissen kann man die Bahn als Familienrodelbahn für größere, geübte Kinder empfehlen. Denn wenn sie nicht vereist ist, kann einem nicht viel passieren auf dieser Rodelbahn, sie ist gut gesichert.
An den Fahrbahnrändern friert der geräumte Schnee, hier sollte man aufpassen! Da heißt es Tempo drosseln. Auch mit Fußgängerverkehr sollte der Rodler auf dieser Strecke rechnen. Offizielle Rodelbahn, meist geräumt. (Autor: Johann Mayr, Nicola Förg Hrsg. Matthias Busch)
2 km
300 m
1.00 h
Aufstieg.
Vom Parkplatz am Sessellift führt unser Weg ein kurzes Stück Richtung Ortsmitte, nach etwa 50 m beginnt rechts zwischen den Häusern der Weg aufs Hocheck. 300 m weiter hat man, sich immer rechts haltend, die letzten Häuser von Oberaudorf hinter sich gelassen und wandert auf der Fahrstraße durch den Fichtenmischwald nach oben. Wenn man insgesamt 20 Minuten unterwegs ist, quert man die Skipiste und kommt nach einer kräftigen Rechtskurve durch einen Hohlweg auf eine schöne Almfläche. Hier möchte man wohnen! Wenn man an einem hübschen alten Bauernhof vorbeikommt, hat man etwa drei viertel der Strecke geschafft. Unser Ziel, die Wirtschaft am Hocheck, ist schon in Sicht. Das letzte Stück kann man über die Wiese abkürzen.
Abfahrt.
Auf großen Schildern werden die Rodelzeiten angegeben. An diese sollte man sich im Interesse der Anlieger und vor allem der eigenen Gesundheit halten, denn eine Kollision mit dem Jeep verläuft für den Rodler meist unvorteilhaft ab. Man fährt hinab – Rennrodler nehmen natürlich die Abkürzung über die Wiese – und weiter geht es ziemlich flott den Fahrweg mit gutem Gefälle ins Tal. Hinter dem Bauernhof, der auf der rechten Seite liegt, wird der Weg enger und unübersichtlich – hier bitte Tempo reduzieren. Nun folgt eine scharfe Linkskurve, kurz darauf empfiehlt es sich, langsam zu fahren, denn man quert die Skipiste. Parallel zur Skipiste geht der Weg ab ins Tal, Vorsicht, hier ist die Bahn öfter mal vereist, es sind zwar talseitig Leitplanken angebracht, aber in heftiger Fahrt sollte man ihnen nicht zu nahe kommen. Das letzte Stück vor Oberaudorf wird wieder flacher, auf dem kurzen Gefälle vor der Hauptstraße sollte man sich das Rodeln verkneifen, denn die gut befahrene Straße ist schwer einsehbar.

rodeltour kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied300 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortOberaudorf
TourencharakterDas kleine Skigebiet bei Oberaudorf wirkt wie ein nostalgisch liebevolles Relikt aus Zeiten, als Skifahren noch ein Sport und keine hauptsächlich kommerzielle Angelegenheit war. Für Sportliche lohnt sich der Aufstieg entlang der Fahrstraße, man kann aber auch mit dem antiken Sessellift auf den Berg schweben.
Hinweise
Durchschnittsgefälle 15%
KartentippTopografische Karte Mangfallgebirge, Maßstab 1 - 50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München
VerkehrsanbindungInntalautobahn A 93 Richtung Kufstein, Ausfahrt Oberaudorf. In der Ortsmitte Oberaudorf Wegweisung Hocheckbahn folgen. Mit der Bahn bis Oberaudorf.
GastronomieWer eine gemütliche Bauernwirtschaft erleben will, in der es Riesengermknödel und andere bayerische Köstlichkeiten gibt, geht zum Wallerwirt (Tel. 08033/14 73) im Ortsteil Reisach. Ruhetag - Montag.
Tipps
Ein schöner Ausflug bei schlechtem Wetter könnte ins Schwazer Silberbergwerk (Internet www.silberbergwerk.de) führen. Mit der Grubenbahn fährt man etwa 800 Meter weit ins Innere des Berges. Die Führung durch ein Labyrinth von Stollen, Schächten und von Hand geschlagenen Abbauen zeigt den Unterschied von tauben und erzreichen Gesteinspartien. Stollenbau, Wasserhebekunst, bergmännisches Werkzeug und Vermessungsgeräte werden auf Schautafeln und mit einer Dia-Schau demonstriert. Täglich 10–16 Uhr geöffnet, Führungsdauer: 2 Stunden (inkl. Umkleiden).
Informationen
Wer sich unter dem Berggasthof Hocheck (790 m) eine urige Alm vorstellt, wird enttäuscht sein. Familie Berger (Tel. 08033/14 95, Internet www.hocheck.de) bewirtschaftet hier eine große Berggaststätte mit Panoramafenstern, Aussichtsterrasse und Schnellküche. Übernachtungsmöglichkeit gibt es keine, allerdings besteht die Möglichkeit, eine der fünf Ferienwohnungen zu mieten. Die Gaststätte ist ohne Ruhetag durchgehend geöffnet, Betriebsferien: November. Sessellift und Rodelverleih: An der Bergstation der Hocheckbahn, vorher bei der Talstation nachfragen (Tel. 08033/30 35-0), Betriebszeiten täglich, 9.30–17 Uhr, Dienstag, Donnerstag–Samstag bis 21 Uhr. Rodelbahn wird beschneit und ist nachts beleuchtet, Internet www.hocheck.de.

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